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Eine Seite für Eltern mit Kindern, die die Medienwelt entdecken.

Computerspielsucht?

In den Medien wird häufig berichtet, dass zunehmend mehr Kinder und Jugendliche abhängig von Computerspielen werden. Das beunruhigt viele Eltern, denn sie können die Begeisterung ihrer Kinder für Spiele am Computer oder Konsole oft nicht nachvollziehen und sind unsicher, wie ein kindgerechter Umgang mit den elektronischen Spielen aussehen sollte. Deshalb möchte SCHAU HIN! Eltern und Erziehende unterstützen. Mit den Tipps und Anregungen können Eltern aktiv etwas tun damit aus dem Spiel keine Sucht wird.


Häufig gestellte Fragen

  1. Was macht Computer- und Konsolenspiele für Kinder so anziehend? Antwort...

    Was macht Computer- und Konsolenspiele für Kinder so anziehend?

    Computer- und Konsolenspiele faszinieren Kinder grundsätzlich aus den gleichen Gründen wie andere Spiele auch. Spielen macht Spaß und vertreibt die Langeweile. Kinder erleben spannende Geschichten und entdecken neue Fantasiewelten. Dort schlüpfen sie in neue Rollen und vergessen so vorübergehend die Ängste und Sorgen des Alltags.

    Darüber hinaus faszinieren elektronische Spiele weil

    • Es so viel Auswahl gibt und für jeden Geschmack etwas dabei ist.
    • die Gestaltung oft sehr farbenfroh ist.
    • die Kinder auch mal allein spielen können.
    • diese Spiele das machen was der Spieler will und Kinder auch mal die „Bestimmer“ sein können.
  2. Welche Gefahren bestehen, wenn Kinder zu viel Zeit mit elektronischen Spielen verbringen? Antwort...

     

    Welche Gefahren bestehen, wenn Kinder zu viel Zeit mit elektronischen Spielen verbringen?

    Die Gefahren sind vielfältig und hängen oft auch miteinander zusammen.  

    • Körperliche Schäden: Sitzt ein Kind nur vor dem Computer oder der Konsole, kann es an Bewegungsmangel leiden.
    • Vernachlässigung sozialer Kontakte: Die Spieler treffen sich weniger oder gar nicht mehr mit Freunden. Im schlimmsten Fall führt dies dazu, dass sie verlernen, mit anderen Menschen umzugehen.
    • Vernachlässigung anderer Hobbys: Die Spieler legen weniger Wert auf andere Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel den Sportverein oder die Musikgruppe.
    • Probleme in der Schule: Auch die schulischen Leistungen können darunter leiden, wenn Kinder zu viel Zeit mit elektronischen Spielen verbringen.
    • Realitätsverlust: In manchen Spielen vergessen die Spieler die Realität, die in ihrer Wahrnehmung voller Probleme ist. Dann kann es passieren, dass das Denken, Fühlen und Handeln der Spielenden von den Spielen beherrscht wird.
    • Sucht: Im schlimmsten Fall können Games zu einer Sucht werden.
  3. Wie kann ich mein Kind stark machen und so einer möglichen Sucht vorbeugen? Antwort...

     

    Wie kann ich mein Kind stark machen und so einer möglichen Sucht vorbeugen?

    Der beste Schutz gegen übermäßiges Spielen ist das gestärkte Selbstvertrauen der Kinder. Die folgenden Punkte geben Anregungen, wie Eltern ihre Kinder stark und selbstbewusst machen können:

    • Liebe zeigen: Kinder wollen sicher sein, dass sie von ihren Eltern geliebt werden. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass Sie sie lieben. Und wenn es mal zum Streit kommt sorgen sie dafür, dass Sie sich wieder mit Ihren Kindern versöhnen.
    • Lob aussprechen: Lob und Anerkennung stärken das Selbstbewusstsein von Kindern. Aber loben Sie nicht nur vollbrachte Leistungen. Es ist viel wichtiger, das Bemühen Ihrer Kinder zu loben.
    • Freiräume lassen: Kinder brauchen Freiräume, d.h. Platz zum Erkunden, Forschen, Toben, Rennen, Spielen. Schreiten Sie ein, wenn Ihnen Ihr Gefühl sagt, dass sich Ihre Kinder in eine für sie bedrohliche und gefährliche Situation begeben. Aber lassen Sie Ihren Kindern auch den Raum, ihre eigenen Abenteuer zu erleben.
    • Orientierung geben: Kinder brauchen Orientierungshilfen im Alltag. Dazu gehört es Grenzen zu setzen. Viel wichtiger aber sind immer wiederkehrende feste Abläufe, wie z.B. das gemeinsame regelmäßige Mittagessen.
    • Vorbild geben: Kinder brauchen Vorbilder und das sind gerade in jungen Jahren die Eltern. Vorbilder müssen glaubwürdig und ehrlich sein. Denn Kinder können schon sehr früh erkennen, wenn Erwachsene anders handeln als sie reden.
  4. Wie schaffen Eltern es, dass Absprachen für das Computerspielen vom Kind auch eingehalten werden? Antwort...

     

    Wie schaffen Eltern es, dass Absprachen für das Computerspielen vom Kind auch eingehalten werden?

    Kinder verlieren beim Spielen oft jegliches Gefühl für Zeit. Eltern sollten ihre Kinder deshalb dabei unterstützen, die vereinbarte Zeit nicht zu überziehen.

     

    • Loben sie ihr Kind, wenn es den Zeitplan einhält.
    • Beide Elternteile sollten konsequent bleiben, wenn einmal Absprachen zum Computerspielen getroffen wurden.
    • Die Einhaltung der Absprachen fällt leichter, wenn Eltern das Game kennen und verstehen. Kennen Eltern das Lieblingsspiel, können sie rechtzeitig ein Signal geben, bevor die Zeit abgelaufen ist.
  5. Wie lange ist zu lange? Antwort...

     

    Wie lange ist zu lange?

    Um den Gefahren von übermäßigem Computer spielen vorzubeugen, sollten Eltern mit Kindern feste Regeln vereinbaren, wie lange und wie oft elektronische Spiele gespielt werden dürfen. Experten empfehlen die folgenden Zeiten als Orientierung:

     

    • bis 7 Jahre etwa 30 Minuten.
    • 8 bis 9 Jahre etwa 45 Minuten.
    • 10 bis 11 Jahre etwa 60 Minuten.
    • 12 bis 13 Jahre etwa 75 Minuten.
  6. Welche Gründe haben Kinder, wenn sie oft und lange spielen? Antwort...

    Welche Gründe haben Kinder, wenn sie oft und lange spielen?

    Die Gründe für übermäßiges Computerspielen sind vielfältig. Zumeist betreffen sie nicht das jeweilige Spiel selbst, sondern hängen mit dem wirklichen Leben des Kindes zusammen. In der Regel suchen Kinder in den elektronischen Spielen Befriedigung für die Grundbedürfnisse, die im echten Leben aus ihrer Sicht nicht erfüllt werden. Zum Beispiel verschaffen sie sich im Spiel Anerkennung, Belohnung und Respekt und verdrängen so Unsicherheiten, Ängste und Frustgefühle. Wenn Kinder ein Game finden, das ihnen die fehlende Anerkennung gibt und mit dem sie sich in eine vermeintlich bessere Welt flüchten können, können diese Kinder die Kontrolle über ihr Spielverhalten verlieren.

  7. Woran erkenne ich, dass mein Kind spielsüchtig oder gefährdet ist? Antwort...

     

    Woran erkenne ich, dass mein Kind spielsüchtig oder gefährdet ist?

    Weil Eltern den Reiz elektronischer Spiele oft nicht nachvollziehen können, kommt ihnen das Computer spielen manchmal wie eine Sucht vor. Die meisten Kinder sind jedoch nicht süchtig.

    Die folgenden Anzeichen weisen darauf hin, dass Ihr Kind gefährdet ist:

    • Ihr Kind ist unruhig und geht sofort nach dem Essen zurück an den Computer.
    • Freunde kommen immer seltener oder gar nicht mehr zu Besuch.
    • Die schulischen Leistungen werden immer schlechter. - Ihr Kind vernachlässigt seinen eigenen Körper, wäscht sich selten.
    • Ihr Kind sitzt immer länger vor dem Computer und spielt schon früh morgens oder in der Nacht.
    • Ihr Kind ist häufig müde und leidet unter Schlafmangel,
    • Ihr Kind findet immer weniger Zeit für andere Aktivitäten,
    • Ihr Kind wird aggressiv, depressiv, unruhig oder teilnahmslos, wenn es nicht spielt.
  8. Kann mein Kind süchtig werden? Antwort...

     

    Kann mein Kind süchtig werden?

    Ja, das ist grundsätzlich möglich. Aber dass Kinder computerspielsüchtig werden, geschieht nur in extremen Ausnahmefällen. Die Sucht kann am Ende einer längeren Entwicklung stehen, die ihren Anfang in der frühen Kindheit nehmen kann. Aber Kinder sind der Gefahr einer Computerspielsucht nicht schutzlos ausgesetzt. Eltern können einer möglichen Spielsucht aktiv vorbeugen. Das kann damit beginnen, dass sie ihre Kinder von klein auf stark machen, indem sie ihnen Liebe, Geborgenheit und Selbstbewusstsein vermitteln. Beginnen die Kinder, sich mit elektronischen Spielen zu beschäftigen, sollten Eltern von Anfang an darauf achten, dass ihre Kinder nicht zu lange spielen und nur kindgerechte Spiele in die Hände bekommen. 

  9. Wie verbreitet sind elektronische Spiele bei Kindern? Antwort...

     

    Wie verbreitet sind elektronische Spiele bei Kindern?

    Laut dem Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (KIM-Studie 2008)

    • gibt es in nahezu 90 Prozent der Haushalte mit Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren einen Computer oder Laptop,
    • haben mehr als drei Viertel (78 Prozent) aller 6 bis 13-Jährigen bereits Erfahrungen mit dem Computer gesammelt,
    • spielen mehr als die Hälfte aller 6- bis 13-Jährigen (56 Prozent) ein- oder mehrmals pro Woche Computerspiele,
    • besitzen 6- bis 13-Jährige, die am PC oder der Konsole spielen, durch-schnittlich 14 Spiele.
  10. An welchen Geräten werden elektronische Spiele gespielt? Antwort...

     

    An welchen Geräten werden elektronische Spiele gespielt?

    • Auf Computern und Laptops können gekaufte oder geliehene Spiele-CDs oder DVDs genutzt werden. Eine zweite Möglichkeit sind Online-Spiele. Dies sind Spiele, die direkt im Internet gespielt werden. Im Internet, also online, können Kinder auch mit Freunden oder fremden Personen spielen, die sich nicht in unmittelbarer Nähe, zum Beispiel im gleichen Zimmer, befinden und die den Mitspielern persönlich nicht bekannt sind.
    • Spielkonsolen sind Geräte, die zum Spielen an einen Fernseher ange-schlossen werden. Das Spiel wird direkt auf dem TV-Gerät angezeigt. Mit vielen Spielkonsolen können die Spieler auch ins Internet gehen und online spielen.
    • Handheld-Konsolen sind Minicomputer zum Spielen, die man in der Hand hält. Das bekannteste Exemplar dieser kleinen Geräte war der „Game Boy“, der vor 20 Jahren den Spielemarkt eroberte. Auch mit manchen Handheld-Konsolen kann man online spielen.
    • Auch mit Handys können Kinder elektronische Spiele nutzen. Dabei verschwimmen durch die neuesten technischen Entwicklungen die Grenzen zwischen Computern, Konsolen und Handys immer mehr: Heute sind Mobiltelefone oft auch kleine Computer, mit denen man auch online spielen kann.


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FAQ

Die Schau Hin! Guided-Tour

Mobile Spielkonsole, PC oder TV-Spielkonsole – Was ist eigentlich der Unterschied? Für Kinder ist es wichtig, dass Eltern ihre Begeisterung für die spannende Computerwelt verstehen. Deshalb zeigen wir Ihnen hier, wie sich die Spielarten unterscheiden. >>

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