FAQs der SCHAU HIN! - Initiative

SCHAU HIN! - Initiative

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Was ist SCHAU HIN! ?

  • SCHAU HIN! ist eine Initiative zur Förderung der Medienkompetenz von Eltern. Die Initiative hilft Eltern mit zahlreichen alltagstauglichen Tipps und Empfehlungen, ihren Kindern einen kompetenten und selbstbewussten Umgang mit Medien zu vermitteln.
  • Die Initiative stellt Instrumente und Medien bereit, die Eltern Tipps und Hilfestellungen geben, wie sie die Mediennutzung ihrer Kinder begleiten können.

Wer steht hinter SCHAU HIN! ?

  • „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, dem Telekommunikations-Unternehmen Vodafone sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM.
  • SCHAU HIN! wurde 2003 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen.
  • SCHAU HIN! wird auch von vielen Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Prominenten, Verbänden und Institutionen unterstützt, die sich, auch auf lokaler Ebene, für die Ziele von SCHAU HIN! einsetzen und konkrete Unterstützung leisten.

Wie gibt SCHAU HIN! konkret Tipps und Hilfestellungen?

  • Auf der SCHAU HIN! Webseite www.schau-hin.info erhalten Eltern  aktuelle Informationen zum Thema „Kinder und Medien“, konkrete Tipps und Hilfestellungen sowie kostenlose Publikationen. SCHAU HIN! arbeitet mit qualifizierten Medienpädagogen zusammen, die alle Tipps und Empfehlungen überprüfen. Darüber hinaus hat die Initiative einen Experten-Beirat eingerichtet, der SCHAU HIN! berät. Dem Beirat gehören vor allem Experten aus Forschung und Wissenschaft an.
  • Darüber hinaus finden Eltern auf der Website Beratungsstellen und Jugendschutzbeauftragte in ihrer Nähe.
  • SCHAU HIN! veröffentlicht regelmäßig Flyer für Eltern. Diese können als Printausgabe über das SCHAU HIN! Servicebüro bezogen oder als pdf-Dokument im Internet heruntergeladen werden. Gegen eine geringe Kostenbeteiligung verschickt SCHAU HIN! für Veranstaltungen auch größere Mengen der Printausgabe.
  • Ein monatlicher E-Mail-Newsletter informiert über Aktivitäten von SCHAU HIN!, aktuelle Entwicklungen und Studien zum Thema Medien und Kinder.
  • SCHAU HIN! plant die Veröffentlichung weiterer Publikationen über die auf der Website, im Newsletter und in den Medien informiert wird.
  • Auf der SCHAU HIN! Website stehen zu den Themen Fernsehen, PC-Spiele, Internet und Handy jeweils 10 goldene Regeln zur Verfügung.

Medium Fernsehen

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Wie lange dürfen Kinder in welchem Alter fernsehen?

Es gibt keine Faustregeln, aber pädagogische Empfehlungen:

  • Kinder unter drei Jahren brauchen kein Fernsehen. Es fördert ihre Entwicklung nicht, im Gegenteil: Es schadet ihnen nur. Auch Fernsehen als dauerhafte Hintergrundkulisse kann der kindlichen Entwicklung schaden.
  • Für 4- bis 5-Jährige sind maximal 30 Minuten Fernsehen am Tag genug.  Suchen Sie nur Sendungen aus, die gezielt für diese Altersgruppe entwickelt wurden. Fernsehen sollte nur in Gegenwart von Erwachsenen stattfinden. Das gibt dem Kind Sicherheit und hilft den Fernseher wieder auszuschalten.
  • Im Alter von 6 bis 9 Jahren reichen fünf Stunden pro Woche völlig aus. Und zwar am besten Kinderprogramm. Planen Sie mit ihren Kindern gemeinsam ein ausgeglichenes Fernsehmenü aus Unterhaltung und Bildung, und erstellen Sie zum Beispiel einen TV-Stundenplan. Neben der Fernsehzeit sollten Kinder nicht noch zusätzlich Zeit mit Computerspielen oder Surfen im Internet verbringen. Entweder das eine oder das andere!
  • Im Alter von 10 bis 13 Jahren übernehmen Kinder immer mehr Verantwortung. Sie werden auch TV-Formate gut finden, die Ihnen gar nicht gefallen. Das ist auch in Ordnung. Suchen Sie dennoch immer wieder Sendungen aus, die Ihnen und Ihren Kindern gefallen, und behalten Sie als Eltern den Überblick darüber, was und wie lange Ihre Kinder fernsehen.

(Quelle: Medienratgeber S.9)

Kategorie: Medium Fernsehen

Woran erkenne ich, dass mein Kind zu viel fernsieht?

Das richtige Maß wie viel ein Kind fernsehen sollte, ist von Kind zu Kind verschieden.

  • Wirkt Ihr Kind nach dem Fernsehen apathisch, gelangweilt und aggressiv, kann es sich nicht konzentrieren oder ist überdreht, kann es sein, dass dies auf die Fernsehdauer zurückzuführen ist.
  • Die Länge war in Ordnung, wenn Ihr Kind nach dem Fernsehen aktiv ist und sich mit Ihnen angeregt unterhält. Aber selbst das beste Kinderprogramm sollte zeitlich nicht unbegrenzt laufen.

(Quelle: ZDF-50 Fragen, 50 Antworten S. 1)

Kategorie: Medium Fernsehen

Was kann ich tun wenn mein Kind zu viel fernsieht?

  • Fernsehen wirkt auf Kinder faszinierend, weil es unterhält, Langeweile vertreibt und gemeinsame Familienereignisse schafft. Deshalb bieten Sie Kindern Alternativen zum Fernsehkonsum, die die Langeweile vertreiben und diese gemeinsamen Familienereignisse schaffen. Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder benötigen Ihre Aufmerksamkeit und Begleitung. Spielen Sie beispielsweise mit Ihren Kindern draußen Fußball, lesen Sie ihnen etwas vor oder spielen Sie gemeinsam Gesellschaftsspiele.

(Quelle: SCHAU HIN! Webseite)

Kategorie: Medium Fernsehen

Was dürfen Kinder sehen?

  • Nicht alles was Kinder sehen, muss den Eltern gefallen, aber es sollte immer kindgerecht sein.
  • Ein klares „Nein“ ist wichtig, wenn bestimmte Fernsehbeiträge für Kinder ungeeignet sind. Erklären Sie Ihrem Kind, warum Sie die Sendung verbieten.
  • Kinder sollten lernen, was ihnen gut tut. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, das Fernsehprogramm gezielt auszuwählen und zu planen.

(Quelle: Medienratgeber S.10)

Kategorie: Medium Fernsehen

Welche Fernsehsendungen und Filme sind kindgerecht?

  • Kindgerecht sind Film- und Fernsehgeschichten, die „kindlichekindlichen Bedürfnisse“ nach Spaß, Humor und Kreativität aufgreifen und befriedigen, damit sich die Kinder auch angesprochen fühlen.
  • Dazu gehören Geschichten, die aus der Sicht von Kindern erzählt werden, die die Sorgen und Nöte von Kindern thematisieren und Lösungen anbieten.
  • Kindgerechte Sendungen sind Formate in denen die Kinder etwas über sich und andere lernen, entweder in realen oder fantastischen Welten,
    Formate, die Konflikte ansprechen und zugleich Lösungen aufzeigen.
  • Kindgerechte Formate sollten logisch aufgebaute Inhalte haben und für Kinder nachvollziehbar sein.
  • Wichtig sind auch ausgewogene Handlungsabläufe, d.h. spannende Szenen sollten sich mit entspannten Momenten abwechseln.

(Quelle: SCHAU HIN! Website)

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Wo kann ich kindgerechte Sendungen finden?

  • Die öffentlich-rechtlichen Programme wie ARD und ZDF und der Kinderkanal KI.KA bieten ein umfangreiches Kinderprogramm an.
  • Die Programmzeitschrift TV SPIELFILM weist im Rahmen der Kampagne SCHAU HIN! auf kindgerechte Sendungen hin.
  • Auf der Internetseite www.flimmo.de wird das Fernsehprogramm aller Sender laufend von Pädagogen auf ihre Eignung für Kinder geprüft.
  • TV-Tipps erhalten Eltern auch auf der SCHAU HIN! Website unter der Rubrik Medienarten: TV & Kino

(Quelle: ZDF-50 Fragen, 50 Antworten S. 2)

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Welche Film- und Fernsehinhalte können Ängste bei Kindern auslösen?

Das ist von Kind zu Kind verschieden. Jedes Kind reagiert individuell auf das, was es sieht. Folgende Aspekte werden von Experten als kritisch und Angst auslösend eingeschätzt.

  • Kinder ängstigt besonders sehr realistisch dargestellte Gewalt.
  • Bestimmte Formate wie Nachrichten und Filme werden in ihrer Wirkung auf Kinder oft unterschätzt. Unterschätzen Sie nicht die Wirkung aus Kriegs- und Katastrophengebieten. Auch sie können Ängste bei Kindern hervorrufen. Kindernachrichten wie logo! im ZDF und KI.KA oder neuneinhalb in der ARD bereiten die Inhalte kindgerecht auf und verzichten auf schockierende Bilder, die Kinder ängstigen.
  • Die größten Angstmacher finden sich im Erwachsenen-Programm. Achten Sie deshalb auf altersgerechte Sendungen und Sendezeiten.
  • Auch Filme Werbung reizt Kinder vor allem durch die bunten Bilder.
  • Im Privatfernsehen gibt es Reality- und Castingsshows, in denen Menschen häufig vorgeführt, abgewertet und bloßgestellt werden.

(Quelle: ZDF-50 Fragen, 50 Antworten S. 2; Medienratgeber S.6)

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Woran erkenne ich, dass sich mein Kind fürchtet?

  • Wenn Sie merken, dass sich Ihr Kind fürchtet, schalten Sie den Fernseher aus und besprechen mit Ihrem Kind das Gesehene.

(Quelle: Medienratgeber S. 6)

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Was kann die Darstellung von Gewalt bei Kindern bewirken?

  • Kinder werden häufig mit Darstellungen konfrontiert, die sie nicht verarbeiten können.
  • Wenn Kinder plötzlich verschlossen, verängstigt sind, gar Probleme haben zu Essen, kann das auf einen übermäßigen Konsum von brutalen Bildern zurückzuführen sein.

(Quelle: ZDF-50 Fragen, 50 Antworten S.2)

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Wie kann ich meinem Kind helfen, Gewaltdarstellungen richtig zu verarbeiten?

  • Achten Sie auf die Signale Ihrer Kinder und gehen Sie darauf ein.
  • Reagieren Sie auf Ängste und geben Sie ein Gefühl der Geborgenheit.
  • Durchleben Sie gemeinsam spannende Situationen, am besten durch Körperkontakt und erklären Sie die brenzligen Szenen.
  • Ist Ihr Kind beispielsweise durch einen Film ohne Happy Ende verunsichert, spinnen Sie die Geschichte weiter und führen Sie sie zu einem glücklichen Ende.

(Quelle: ZDF-50 Fragen, 50 Antworten S. 2)

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Ist ein TV-Verbot sinnvoll?

  • Generelle Fernsehverbote helfen wenig, Kinder müssen den richtigen Umgang mit Medien lernen. Sie können Ihr Kind nicht dauerhaft vom Fernsehen abhalten.
  • Fernsehverbote eignen sich nicht als Druckmittel oder zum Einsatz von Bestrafung für andere Dinge (Zimmer nicht aufgeräumt). Dies kann zur Folge haben, dass dem Fernsehen eine zu große Bedeutung beigemessen wird.
  • Anstatt Fernsehen zu verbieten, eignen sich eher klare Regeln und Abmachungen. Darüber hinaus können Sie Ihrem Kind helfen die Medienangebote kritisch zu beobachten und zu lernen, selbstständig einzuschätzen, was kindgerecht ist und was nicht.
  • Ein klares „Nein“ ist wichtig, wenn bestimmte Fernsehbeiträge für Kinder ungeeignet sind. Unterschätzen Sie nicht Ihre Kompetenzen: Was Ihre Kinder verarbeiten können, können vor allem Sie als Eltern beurteilen.

(Quelle: ZDF-50 Fragen, 50 Antworten S. 1)

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Darf mein Kind einen Fernseher im Zimmer haben?

  • Besser nicht, weil Eltern dann keine Kontrolle über die Dauer des Fernsehkonsums ihrer Kinder haben und Ihnen so nicht den verantwortungsvollen Umgang mit dem Fernsehen beibringen können.
  • Darüber hinaus birgt ein Fernseher im Kinderzimmer die Gefahr, dass sich Kinder aus dem Familienkreis in ihre eigenen vier Wände zurückziehen.

(Quelle: Medienratgeber S. 8)

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Wie kann ich mein Kind dabei unterstützen, verantwortungsvoll mit dem Fernsehen umzugehen?

Mit folgenden einfachen Regeln helfen Sie Ihrem Kind, den Umgang mit dem Fernsehen zu lernen:

  • Ihr Kind sollte lernen, dass das Fernsehen nicht den Tagesablauf bestimmen soll. Achten Sie darauf, dass Fernsehen nicht die einzige gemeinsame Freizeitbeschäftigung ist.
  • Sehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Gesehene.
  • Begleiten Sie Ihr Kind beim Fernsehen und erklären Sie ihm, warum Fernsehsendungen kindgerecht sind oder nicht.
  • Klären Sie Ihr Kind über den Unterschied zwischen Werbung und Realität auf.
  • Sie sind das Vorbild Ihrer Kinder. Achten Sie darauf, welches Fernsehverhalten Sie Ihren Kindern vorleben!
  • Mit zunehmendem Alter orientieren sich Kinder verstärkt an Freunden. Hören Sie auf Ihre eigene Stimme und orientieren Sie sich nicht daran, was andere Kinder zu Hause dürfen. Finden Sie das richtige Maß zwischen Fernsehen und anderen Freizeitbeschäftigungen.

 

(Quelle: Zusammenfassung Medienratgeber S. 4-10)

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Wie schaffe ich für mein Kind Verlässlichkeit beim Umgang mit dem Fernsehen?

  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln, wann, wie lange und welche Sendungen es sich ansehen kann. Achten Sie darauf, dass die Regeln eingehalten werden!

 

(Quelle: Medienratgeber S.8/9)

 

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Daten und Fakten

Laut der KIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest

  • 62 % spielen mindestens einmal in der Woche Konsolen- oder Onlinespiele
  • 19 % schätzen ihre tägliche Nutzung von Computer- und Konsolenspiele von 30 Minuten ein
  • Bezogen auf die tägliche Nutzung wird am häufigsten mit einer tragbaren Spielkonsole gespielt, an zweiter Stelle folgen fest installierte Spielkonsolen und kaum weniger häufig werden Computerspiele offline gespielt.

(Quelle: KIM-Studie 2010)

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Wo finde ich weitere Informationen zum Umgang mit dem Fernsehen?

Weitere Informationen finden Sie hier,

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