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Artikel Detail
Medienkanaele > Handy

Chancen und Risiken der Handynutzung für Kinder und Jugendliche - „Generation Mobile - außer Kontrolle?“

Ein Leben ohne Handy? Für die meisten Kinder und Jugendlichen kaum vorstellbar. Telefonieren ist dabei nur eine von vielen Funktionen, denn Handys sind mittlerweile mobile Alleskönner! SMS, MMS, Bluetooth und Co. bestimmen den Handyumgang der jungen Nutzer. Was Kinder alles mit Ihrem Handy machen (können), wissen viele Eltern oft nicht mehr so genau.

10.10.2007

Anlässlich des Weltkindertages diskutierten Vertreter aus Medienpolitik, Jugendschutz, Medienpädagogik, kirchlichen Institutionen und der Mobilfunkbranche auf einer Fachtagung über die Gefahren und Chancen rund ums Handy.

Die Fakten: Knapp die Hälfte der Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren besitzt ein eignes Handy; bei den 12- bis 19-Jährigen sind es schon 92%. Die Hauptfunktionen: SMS schreiben und telefonieren. Die Jüngeren spielen regelmäßig Handy-Games, Jugendliche interessieren sich mehr für Musik und Fotos. Fast jedes zehnte Kind hat schon einmal Werbung, sexuelle Angebote, Aufforderungen zum Wählen von 0190er Nummern oder auch Nachrichten von Unbekannten bekommen.

Gewalt auf dem Handy -kein Einzelfall

17% der 12- bis 19-Jährigen haben schon einmal mitbekommen, dass eine Schlägerei mit dem Handy gefilmt wurde und 34% geben an, dass Freunde brutale Videos oder Pornofilme auf das Handy geschickt bekommen haben. 7% haben selbst schon einmal solche Filme erhalten. Quelle der Gewaltvideos ist meist das Internet. Die meisten Jugendlichen (81% der Befragten im Alter von 12 bis 19 Jahren) können mit ihrem Handy bereits ins Internet, aber noch sind die Kosten recht hoch und die Interfunktion wird kaum benutzt. Dies wird sich nach Einschätzung der Experten durch immer billigere Flatrate-Angebote jedoch schnell ändern. Für die Zukunft wird eine kindersichere Vorkonfiguration von Handys also immer wichtiger.

Was können Eltern tun?

Handys lassen sich bis zu einem gewissen Grad kindersicher machen. Eltern können zum Beispiel durch einen Anruf bei der Hotline des Mobilfunkanbieters den Internetzugang komplett sperren oder eine Sperre für Inhalte ab 16 bzw. 18 Jahren einrichten lassen. Auch Handys mit einer Jugendschutzsoftware, die die Schnittstellen (Infrarot und Bluetooth) sperren kann, sind bereits auf dem Markt.

Informieren können Sie sich auf den Internetseiten des Mobilfunkanbieters unter der Rubrik Jugendschutz /Verbraucher- bzw. Datenschutz oder nutzen Sie die jeweiligen Hotlines:

T-Mobile: 0180-3302202 (vom Festnetz der Deutschen Telekom 0,09 €/ Minute) oder Kurzwahl 2202 (vom Handy für T-Mobile Kunden kostenlos)

Vodafone: 0800-1721212 (kostenlos vom Festnetz der Deutschen Telekom)

E-Plus: 0177-1000 (je nach gewähltem Gesprächstarif zwischen 0 €/Min. und 1,25 €/Min. aus dem E-Plus Netz)

O2: 0179-55222 (vom Handy aus dem O2-Netz kostenlos)

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Schutzmaßnahmen der Mobilfunkanbieter finden Sie auch in der Broschüre „Handy ohne Risiko“ des Bundesfamilienministeriums. Zur Broschüre

Handyclip-WettbewerbNatürlich hat das Handy auch viele gute Seiten und sogar kreative Möglichkeiten. Die Geräte der neuesten Generation machen es möglich, jederzeit eine kleine Foto- bzw. Filmkamera dabei zu haben. Fotografieren und Filmen macht Kindern nicht nur Spaß, sie lernen dabei spielerisch, mit der neuen Technik umzugehen.

Beim jährlichen Handyclip-Wettbewerb „Ohrenblick mal!“ des JFF haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, einen kurzen Handyclip einzusenden und tolle Preise zu gewinnen. Versuchen Sie es doch auch einmal und drehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen kreativen Kurzfilm mit dem Handy.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Handyclip-Produktion finden sie hier.

 

Stand: Oktober 2007
Autorin: Andrea Holler


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