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Cyber-Bullying

Cyber-Bullying ist unter Kindern und Jugendlichen (und auch Erwachsenen) weit verbreitet. Die Opfer leiden besonders, weil das Publikum unüberschaubar groß ist, sich die Inhalte rasend schnell verbreiten und der Terror nach der

Schule über Computer und Handy im Kinderzimmer weitergeht.

 

28.04.2009

Beispiel: Marc K. wurde mit der Handykamera heimlich von Mitschülern auf der Schultoilette gefilmt. Der 20sekündige Clip machte erst auf dem Schulhof die Runde, dann wurde er bei YouTube hochgeladen und innerhalb weniger Tage 2.000 Mal angesehen.


Aber nicht nur per Video werden Kinder regel-recht gequält. „Eine Hass-Seite im Online-Netzwerk, ständige Beleidigungen per SMS, der Ausschluss aus einer Gruppe Onlinespieler – es gibt zahlreiche Formen, wie Kinder mit den modernen Medien gemobbt werden“, weiß Markus Gerstmann, Medienpädagoge vom ServiceBureau Jugendinformation Bremen.


Die Folgen sind oft fatal. Gerstmann erinnert sich an einen Fall vor ein paar Monaten. Ein muslimisches Mädchen feiert zu Hause mit Freundinnen. Bei der ausgelassenen Stimmung trägt sie das Haar offen ohne Kopftuch. Eines der Mädchen macht Fotos. Wochen später zerstreiten sie sich. Die Bilder landen im Netz mit dem Titel „männergeile Schlampe!“. Die Eltern sehen das und es gibt heftigen Streit.


Cyber-Bullying ist für Außenstehende schwer zu erkennen. Deshalb unterschätzen Erwachsene häufig, wie sehr die Opfer darunter leiden.


Was können Eltern tun, wenn ihr Kind Opfer ist?
Das Wichtigste ist: Schnell handeln.


Erster Schritt: Beweise sichern. Machen Sie einen Screenshot der unerwünschten Fotos und Informationen und notieren Sie die Namen/ Nicknames der verantwortlichen Nutzer. Sprechen Sie die Schule an, damit Cyber-Mobbing dort zum Thema gemacht wird.


Zweiter Schritt: Den Betreiber der Seite, auf der die Bilder oder Inhalte aufgetaucht sind, dazu auffordern, diese umgehend zu löschen. Sollten Sie hierbei Hilfe benötigen, können Sie sich an eine Beschwerdestelle wie z.B. www.jugendschutz. net wenden.


Dritter Schritt: Bei massiven Eingriffen in die Persönlichkeitsrechte sollten Sie die verantwortlichen Nutzer bei der Polizei zur Anzeige bringen.


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