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So schützen Sie persönliche Daten in sozialen Netzwerken

Der Daten- und Jugendschutz in sozialen Netzwerken im Internet sorgt immer wieder für Diskussionen und wirft bei Eltern viele Fragen auf. SCHAU HIN! hat für Sie zusammengestellt, wie sie gemeinsam mit ihren Kindern Profile bei facebook und schülerVZ sicher machen können.

 

07.04.2010

So können Kinder ihr schülerVZ Profil sicherer machen

Das bei Kindern beliebte schülerVZ bieten den Nutzern die Möglichkeit Einfluss auf die Verwendung der eigenen Daten zu nehmen und gibt kaum Daten an Dritte weiter. Bei vielen Kindern ist das schülerVZ das erste soziale Netzwerk, bei dem sie sich anmelden. Für eine Registrierung ist eine Einladung eines anderen Mitgliedes notwendig.

Wenn Ihr Kind eine solche Einladung erhält und den Wunsch äußert, ein Profil anzulegen, sollten Sie ihm bei den ersten Schritten helfen. Entscheiden Sie gemeinsam, welche Informationen das Profil enthalten soll und suchen Sie zusammen ein Foto aus. Darauf sollte das Kind nicht eindeutig zu erkennen sein. Von weitem oder der Seite oder auch mit Mütze oder Sonnenbrille lässt sich ein Foto nur schwer einer bestimmten Person zuordnen. Persönliche Daten wie Handy- oder Telefonnummer, Anschrift oder E-Mailadresse sind für Fremde aus dem Internet tabu und sollten gar nicht veröffentlicht werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch darüber, dass es nur Freundschaftsanfragen von Personen annehmen soll, die ihm auch persönlich bekannt sind. Wichtig ist es ebenfalls, zu vermitteln, dass auch im Internet ein respektvoller Umgang mit anderen wichtig ist. Niemand möchte beleidigt und gemobbt werden oder ein Foto von sich im Netz finden, ohne vorher zugestimmt zu haben.

Ein schülerVZ Profil können Sie darüber hinaus mit folgenden Tipps noch sicherer machen:

Nach der Registrierung ist ein schülerVZ Profil zunächst unsichtbar und über die interne Suchfunktion auch nicht zu finden. Sichtbar für andere Nutzer sind das Profilfoto, der Vorname und die Schule. Bei der Auswahl des Fotos sollte aus diesem Grund darauf geachtet werden, dass das Kind nicht eindeutig zu erkennen ist. SCHAU HIN! empfiehlt Eltern, weitere Einstellungen gemeinsam mit ihren Kindern wie folgt zu ändern, um die Sicherheit zu erhöhen:

Wählen Sie im Menü am rechten Rand den Punkt „Meine Privatsphäre“ und wählen Sie dort die Voreinstellung „Persönliche Einstellungen“ aus. Für ein sicheres Profil empfiehlt SCHAU HIN! folgende Einstellungen zu aktivieren:

  • Wer darf meine Seite sehen? – Nur Freunde
  • Wer darf meine Kontaktdaten sehen? – Nur Freunde
  • Wer darf meine Pinnwand sehen? – Nur Freunde
  • Wer darf mich auf Fotos verlinken? – Niemand
  • Wie wird mein Name angezeigt? - Leute, die nicht meine Freunde sind, sollen nur meinen Vornamen und den Anfangsbuchstaben meines Nachnamens sehen.
  • Wie soll mein Geburtstag angezeigt werden? - Nur Geburtstag (ohne Jahr)
  • Wer darf mir Nachrichten schicken? – Nur Freunde
  • Empfehlungen bekommen – Ja, Freunde dürfen mir Empfehlungen schicken.
  • Wie kann ich gefunden werden? - Nein, es ist mir lieber, wenn ich nicht über die Suche nach meinem Namen gefunden werden kann.
  • Besuchte Seiten von anderen Leuten - Nein, ich möchte nicht gesehen werden.
  • "Kennst du schon …?" Einstellungen - Ja, aber ich möchte nur für Freunde meiner Freunde im "Kennst Du schon …?" erscheinen
  • Wer kann sehen, dass ich online bin? – Nur Freunde


Mit diesen Einstellungen können Sie verhindern, dass fremde Nutzer auf die Daten ihres Kindes zugreifen.

Auch die Initiative SCHAU HIN! hat ein Profil bei meinVZ. Dort können Eltern und Erziehende sich über aktuelle Themen der Medienerziehung informieren und sich mit anderen austauschen.


Ein sicheres facebook Profil einrichten

Auch facebook bietet die Möglichkeit, die Einstellung des eigenen Profils sicherer zu gestalten. Allerdings muss der Nutzer hier selbst aktiv werden. Die automatischen Voreinstellungen bieten zunächst keinen Schutz.

  • Wenn sich Ihre Kinder auf facebook anmelden möchten, sollten Sie nach der Registrierung zunächst gemeinsam die Sicherheitseinstellungen ändern.
  • Grundsätzlich sollten so wenig Daten wie möglich bei facebook veröffentlicht und die Informationen nur Freunden zugänglich gemacht werden. Auf Fotos und Videos sollten keine Personen eindeutig zu erkennen sein.
  • Um die Einstellungen zu ändern, klicken Sie dafür im oberen, rechten Bereich des Profils auf „Konto“ und anschließend auf „Privatsphäre Einstellungen“. Dort können Sie in fünf Bereichen die Einstellungen verändern:
  1. Profilinformationen: Private Dinge verrät man nicht jedem, auch nicht in sozialen Netzwerken. Geben Sie persönliche Daten nur Freunden frei. Private Fotos oder Informationen gehören gar nicht in ein solches Profil. Hier ist bei facebook besondere Vorsicht geboten. Mit der Einrichtung eines Profils erklärt sich der Nutzer einverstanden, dem Anbieter Rechte an allen eingestellten Inhalten wie Informationen, Fotos oder Videos zu erteilen. Die Weiternutzung kann so nicht mehr kontrolliert werden.
  2. Kontaktinformationen: Auch diese Informationen sollten nur Freunden zugänglich gemacht werden. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, dass Handynummern und Adressen gar nicht in das Profil gehören. Richten Sie gemeinsam eine E-Mailadresse ein, die nicht den vollständigen Namen enthält.
  3. Anwendungen und Webseiten: Bei facebook sind vor allem die vielen Spiele, Umfragen und Ratespiele beliebt. Doch nutzt man solche Anwendungen, können diese auch auf das eigene Profil zugreifen. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl der Spiele und Anwendungen vorsichtig zu sein und so wenige Daten wie möglich, im Profil zu veröffentlichen. Erlauben Sie auch nicht, dass Freunde Ihre Informationen mit anderen teilen können.
  4. Suche: Verändern Sie hier die Einstellungen des Profils so, dass Suchmaschinen keinen Zugriff darauf haben.
  5. Blockierliste: Geben Sie Ihrem Kind die Sicherheit, dass es zu Ihnen kommen kann, wenn etwas Unangenehmes oder Ungewöhnliches passiert und zeigen Sie ihm, wie es Personen, mit denen es keinen Kontakt haben möchte, auf die Blockierliste setzen kann.



SCHAU HIN! bietet auch bei facebook eine Anlaufstelle für Eltern. Unter www.facebook.com/schauhin gibt es auch die Möglichkeit, Fragen an die SCHAU HIN! Experten zu stellen und mit anderen Eltern zu diskutieren.


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