Neue Handys bei jungen Kindern sind nur Statussymbole
Ich habe eine 8jährige Tochter die in die 2. Klasse geht. In ihrem Umfeld ist es noch nicht üblich, Leute nach ihrem Besitz zu beurteilen, doch natürlich gibt es auch hier das eine oder andere Kind,
das von seinen Verwandten mehr Wünsche erfüllt bekommt als andere und dies auch zur Schau stellt. Wenn es dann zu Traurigkeit (oder sogar Neid) kommt, war ich bisher immer damit erfolgreich, meinem
Kind die Seiten, Möglichkeiten und Talente aufzuzeigen, die es den anderen Kindern voraus hat. Und ja, das darf durchaus auch mal ein besonderes oder seltenes Spielzeug sein, das kein anderer hat,
wenn es denn zur Verfügung steht. So kann meine Tochter bei Vergleichen mit den anderen mithalten,xauch wenn es keine Spielkonsole oder persönlichen Fernseher sein eigen nennen kann. Natürlich wird diese Methode irgendwann an ihre Grenzen stoßen, bis dahin hoffe ich jedoch, dass mein Kind das nötige Selbstbewusstsein erreicht hat und weiß, was es hat und kann. Ich werde was ich kann dazu beitragen und mir wohl auch weiterhin meine Anregungen nicht aus dem Fernsehprogramm holen. Bis jetzt gab es allerdings noch keine größeren Probleme in dieser Richtung, der Klassenverband ist sehr homogen und freundschaftlich geprägt und die Kinder erkennen an, wenn z. B. jemand etwas besonders gut kann. Ich hoffe, das bleibt noch eine Weile so.
Ich halte es für sehr wirkungsvoll, wenn in der Klasse, wie in der meiner Tochter, ein Streitlotse installiert wird. Das ist ein Kind aus der Klasse - zunächst eins der verantwortungs-bewussteren, aber der Posten geht reihum, sodass die Kinder voneinander lernen und nicht von einer erwachsenen oder „klassenfremden“ Person. Dies könnte, meiner Meinung nach, sogar nach hinten losgehen, da es wesentlich peinlicher wäre, den Streit noch mal vor der Lehrerin o.ä. durchzukauen, als den Streit intern zu lösen. Die Lehrerin hat aber natürlich immer ein Auge darauf und lässt sich von den Streitlotsen informieren. So kann sie, bei Bedarf, immer eingreifen.
In ein paar Jahren wird sich aber auch mein Kind ein Handy wünschen, und vermutlich wird das erste auch verbummelt werden. Ich finde, deshalb und zur Kostenkontrolle sollte immer mit einem preiswerten pre-paid Handy begonnen werden, bis die Kinder den Wert zu schätzen wissen und gelernt haben, dass es Dinge gibt, auf die man besonders aufpassen muss. Das gilt übrigens auch für den Hausschlüssel, den mein Kind wohl ebenfalls erst in ein paar Jahren dauerhaft anvertraut bekommt.
Janina








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