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Fragen & Antworten

50 Fragen 50 Antworten

Fernsehen

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Wie lange sollten Kinder fernsehen?

Das kommt darauf an, wie alt Ihr Kind ist. Denn: Mit dem Alter darf auch der TV-Konsum steigen. So sollten Drei- bis Fünfjährige höchstens eine halbe Stunde, Sechs- bis Zehnjährige höchstens eine Stunde und Elf- bis Dreizehnjährige höchstens 90 Minuten pro Tag vor dem Fernseher, Computer oder der Spielkonsole verbringen.

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Sollten Kinder auch abends fernsehen?

Kinder sollten zumindest nicht kurz vor dem Schlafengehen fernsehen. Geben Sie Ihrem Kind mindestens eine halbe Stunde Zeit, um das Gesehene – vielleicht durch Nachspielen der Sendung – zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen. Zu beachten ist bei abendlichem Fernsehen aber stets, dass Sendungen nach 20:00 Uhr oftmals für Kinder nicht geeignet sind. Moderne TV-Geräte lassen sich über die Fernbedienung für Kinder sperren.

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Welche Folgen hat übermäßiger Fernsehkonsum?

Wenn Ihr Kind Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren, häufig überdreht oder gar verängstigt ist, kann dies eine Folge übermäßigen Fernsehkonsums sein. Auch hier sind Eltern natürlich Vorbild: Wenn Vater und Mutter stundenlang fernsehen, wird dies von Kindern vielfach übernommen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind gemeinsam mit Ihnen neben dem Fernsehen noch Zeit für Spiele, Sport und Freunde hat. Wie so oft im Leben macht es auch hier die Mischung.

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Was nützen Fernsehverbote?

Generelle Fernsehverbote nützen wenig. Sie können Ihr Kind nicht dauerhaft vom Fernsehen abhalten. Überall wird es mit Figuren aus der TV-Welt konfrontiert.  Vereinbaren Sie klare Regeln. Helfen Sie Ihrem Kind, die Medienangebote selbstständig und kritisch zu beobachten. Selbstverständlich ist ein klares Nein unerlässlich, wenn bestimmte Fernsehbeiträge für Kinder ungeeignet sind. Beachten Sie die Altersfreigaben und Sendezeiten. Nutzen Sie auch Ihr eigenes Wissen über Ihr Kind: Was kann es verarbeiten? Was ist möglicherweise zu kompliziert oder beängstigend?

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Eignet sich Fernsehen als Belohnung oder Nicht-Fernsehen als Strafe?

Nein. Dem Medium wird dadurch eine Bedeutung verliehen, die mit der erbrachten Leistung (Zimmer aufgeräumt, Geschwister nett behandelt etc.) in keinem Zusammenhang steht. Das Interesse an dem Medium wird durch Belohnung, aber auch durch Strafe, nur noch gesteigert.

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Darf ein Fernseher ins Kinderzimmer?

Da Kinder nicht allein fernsehen sollten, gehört ein Fernseher auch nicht ins Kinderzimmer. Wo steht eigentlich Ihr TV-Gerät? Ist es das "Prachtmöbel", nach dem alles im Wohnzimmer ausgerichtet ist? Klar, der Fernseher soll seinen Platz haben. Gemütlichkeit gehört zu einem schönen Film einfach dazu. Doch machen Sie den Fernseher nicht zum Zentrum Ihres Familienlebens.

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Welche Filminhalte können Ängste bei Kindern auslösen?

Generell gilt: Bedrohliche Szenen, die einen Bezug zum eigenen Alltag Ihres Kindes haben, können Ängste auslösen. Zum Beispiel, wenn sich Eltern streiten, sich trennen, Scheidung droht, Gewalt an Eltern oder Kindern verübt wird, aber auch Einbrüche und laute plötzliche Geräusche in Fernsehsendungen. Besonders schädlich ist sehr realistisch dargestellte Gewalt - im Gegensatz zu Zeichentrickfilmen. Dies gilt sowohl für Nachrichtensendungen, Kriegsszenen, bedrohliche Szenen in Filmen als auch für „Bildhäppchen“, etwa bei Programmhinweisen. Deshalb ist zu beachten: Reality-TV ist nichts für Kinder!

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Was kann die Darstellung von Gewalt bei Kindern bewirken?

Kinder können im Fernsehen einiges sehen, was sie nicht verarbeiten können, weil ihnen dazu der Erfahrungshintergrund fehlt. Dies kann bei Ihrem Kind plötzliche Verschlossenheit, Verängstigung, extrem überdrehtes Verhalten bis hin zu Essensschwierigkeiten bewirken.

Darum ist es besonders wichtig, dass Sie in Ihrer Familie die Möglichkeit anbieten, Fernseherlebnisse zu verarbeiten. Dabei geht es nicht nur um Gewaltszenen, sondern auch um solche Szenen, in denen Familienkonflikte ausgetragen werden und Ihr Kind Angst bekommt, dass dies auch in Ihrer Familie geschehen könnte. Bieten Sie sich Ihrem Kind daher regelmäßig als Gesprächspartner an. Achten Sie darauf, ob Ihr Kind verändertes Verhalten zeigt, verschlossen, verängstigt ist. Und fördern Sie Ihr Kind, wenn es Szenen aus dem Fernsehen nachspielen will.

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Wie kann ich meinem Kind helfen, Gewaltdarstellungen richtig zu verarbeiten?

Achten Sie auf die Signale Ihrer Kinder und gehen Sie darauf ein! Reagieren Sie auf Ängste und geben Sie ein Gefühl der Geborgenheit! Durchleben Sie gemeinsam spannende Szenen im Fernsehen, nehmen Sie Ihr Kind dabei in den Arm und erklären Sie die brenzligen Szenen! Ist Ihr Kind durch einen Film (ohne Happy End) verunsichert, spinnen Sie die Geschichte weiter zu einem glücklichen Ende!

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Wo finde ich eine Bewertung, wie kindgerecht die TV-Angebote sind?

ARD und ZDF und der von den beiden öffentlich-rechtlichen Programmen gestaltete Kinderkanal KiKa bieten ein umfangreiches Kinderprogramm. Die TV-Zeitschrift TV Spielfilm weist im Rahmen der Kampagne „Schau hin! Was Deine Kinder machen“ auf kindergerechte Sendungen hin. Auf der Internetseite www.flimmo.de wird das Fernsehprogramm aller Sender laufend von Pädagogen auf Kinderfreundlichkeit geprüft.

 

Computerspiele

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Ab welchem Alter sind Computer für Kinder geeignet?

Je jünger das Kind, desto wichtiger ist eine Begleitung durch die Eltern. Ein 3- bis 4-jähriges Kind kann durchaus schon am PC spielen - aber bitte nicht allein und nicht mehr als ca. 20 Minuten und nicht täglich. Erst nach und nach sollte man Kindern erlauben, sich auch allein mit dem Computer zu beschäftigen. Beachten Sie dabei – Computer sind keine Babysitter!

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Wie viel Zeit sollten Kinder vor dem Computer verbringen?

Hier gelten ähnliche Vorgaben wie beim Fernsehen. Wichtig ist: Sorgen Sie für geistigen und körperlichen Ausgleich zum Spielen am Computer und bieten Sie Ihrem Kind attraktive Alternativen an. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln und Zeiten zur Computernutzung und achten Sie auf die Einhaltung dieser Abmachung.

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Gibt es kinderfreundliches Computerzubehör?

Die meisten Computer-Mäuse sind zu groß für Kinder. Verschiedene Hersteller bieten Mäuse an, die kleinen Händen gerecht werden. Es gibt auch bunt gestaltete Tastaturen, die auf Symbole zurückgreifen und für kleine Kinder verständlicher sind. Wichtig ist auch ein Bildschirm mit Augen schonender Frequenz (ab 70 Hertz).

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Wie kann man sich über geeignete PC-Spiele für Kinder informieren?

Machen Sie sich selbst mit Spielen vertraut, um Ihrem Kind geeignete Spiele nahe bringen zu können. Beschreibungen und Einschätzungen zu den wichtigsten PC-/Konsolenspielen finden Sie in der Zeitschrift „Spiel- und Lernsoftware pädagogisch beurteilt“, (Bestelladresse: Jugendamt der Stadt Köln, Fachstelle Medienpädagogik, Im Mediapark 7, 50670 Köln).
Auch im Internet gibt es zahlreiche und informative Angebote, u. a. bei www.internet-abc.de, www.jukobox.de/index1.html. Tauschen Sie sich auch mit anderen Eltern über Ihre Beobachtungen und Erfahrungen zu Computer- und Videospielen aus.

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Was ist „Lernsoftware“?

Der Begriff steht in erster Linie für Programme, die leistungs- und zielorientiert den Stoff eines entsprechenden Schuljahres vertiefen. Häufig gibt es diese Software sogar als Ergänzung zum Schulbuch. Etwas breiter gefächert sind so genannte Edutainment-Titel. Hier wird Wissen eher spielerisch vermittelt, die Themen sind oft fächerübergreifend angelegt und weniger am Schulstoff orientiert.

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Wie kann man sich informieren, welches Computerspiel für welche Altersklasse geeignet ist?

Achten Sie bei Computerspielen und Bildschirmspielgeräten auf die Alterskennzeichnung nach dem Jugendschutzgesetz (z.B. „Freigegeben ohne Altersbeschränkung“, „Freigegeben ab sechs Jahren“, „Freigegeben ab zwölf Jahren“). Die Alterskennzeichnung ist eine wichtige Orientierungshilfe. Sie macht Aussagen darüber, ob ein Spiel für eine bestimmte Altersgruppe geeignet ist. Das heißt aber noch lange nicht, dass das Spiel auch pädagogisch wertvoll oder pädagogisch empfehlenswert ist. Über die Altersfreigabe können Sie sich bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) unter www.usk.de informieren.

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Sind gewalthaltige Spiele, zum Beispiel die so genannten Ego-Shooter, gefährlich?

Alles was Ihr Kind tut, hat natürlich auch eine Wirkung auf seine Einstellung und auf sein Handeln. Dies betrifft Computerspiele genauso wie alle anderen Aktivitäten in Schule oder Kindertagesstätte, in der Familie bzw. in der Freizeit. Computerspiele wirken in diesem Sinne nie unmittelbar auf Ihr Kind. Sie können aber im Zusammenspiel mit anderen problematischen Konstellationen durchaus verstärkend wirken. Deshalb informieren Sie sich, welche Spiele Ihr Kind wie lange, mit wem, ob online oder nur am Computer oder am Spiele-Terminal spielt. Dabei sollten Sie immer auch auf die Alterskennzeichnungen nach dem Jugendschutzgesetz achten.

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Sollte ich meinem Kind verbieten, an LAN-Partys teilzunehmen?

Auf LAN-Partys treffen sich viele Spielfans und messen sich gegenseitig am Computer. Wenn Ihr Kind zu einer LAN-Party gehen möchte, erkundigen Sie sich, welche Spiele dort gespielt werden, wie viele Kinder teilnehmen und wer die Aufsicht führt. Auch bei LAN-Partys müssen die Alterskennzeichnungen der USK - Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle - nach dem Jugendschutzgesetz beachtet werden. Fragen Sie Ihr Kind, was es an diesen Treffen gut findet. Ob eine Teilnahme sinnvoll ist, müssen Sie im Einzelfall entscheiden, denn niemand kennt Ihr Kind besser als Sie!

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Wie bekundet man echtes Interesse an den Computerspielen der Kinder?

Sie sollten das virtuelle Spielinteresse ihres Kindes ernst nehmen und nicht abqualifizieren. Lassen Sie sich auf die Spiele ein, die Ihr Kind spielt. Wenn es bereit ist, mit Ihnen zu spielen, haben Sie schon viel gewonnen. Lassen Sie sich von Ihrem Kind die PC-Spiele erklären. Ihr Kind wird stolz sein, auch Ihnen einmal etwas beibringen zu können. Gefallen Ihnen bestimmten Spiele nicht, sollten Sie erklären warum und wenn möglich alternative Spiele benennen. Nur so können beide Seiten lernen, sich gegenseitig in ihren Beweggründen zu verstehen. Vergessen Sie dabei nicht, dass sich die Sichtweise Ihres Kindes von der Ihren unterscheiden kann. Wenn Sie verstehen, warum Ihr Kind ein bestimmtes Spiel besonders gerne spielt, was es daran fasziniert, lernen Sie vielleicht Neues über Ihr Kind und seine Einstellung.

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Dient das Spielen am Computer als Belohnung?

Nein. Hier gilt das gleiche wie beim Fernsehen. Dem Medium wird dadurch eine Bedeutung verliehen, die ihm nicht zukommt. Benutzen Sie den Computer umgekehrt auch nicht als Mittel, um zu bestrafen

 

Internet

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Ist es grundsätzlich richtig, dass Kinder im Internet surfen?

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn interessierte Kinder früh anfangen, sich mit kindgerechten Seiten im Internet zu beschäftigen. Dadurch lernen sie mit dem neuen Medium umzugehen. Diese Fähigkeit können Kinder aber nur mit Unterstützung ihrer Eltern erwerben. Beim gemeinsamen Surfen können Sie Ihrem Kind zeigen, dass es viel Interessantes und Wissenswertes im Internet zu finden gibt – aber eben auch das Gegenteil. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, was im Netz erlaubt ist und was nicht. Stellen Sie gemeinsame Regeln auf. Weitere Hinweise enthält die Broschüre „Ein Netz für Kinder – Surfen ohne Risiko?“, zu beziehen über www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=4712.html

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Wie kann ich mein Kind schnell und unkompliziert auf kindgerechte Seiten führen?

Die Lieblingsseiten Ihres Kindes können Sie am besten in der Link-Leiste des Browsers sammeln. Dazu surfen Sie zur gewünschten Seite, klicken im Adressfeld auf das Icon, das vor der Web-Adresse steht, und schieben es mit gedrückter linker Maustaste auf die Link-Leiste. Zusätzlich sollten Sie eine geeignete Kinder-Site als Startadresse im Browser einstellen, z. B. die Suchmaschine für Kinder www.blinde-kuh.de oder die Kinderportale www.kindernetz.de und www.seitenstark.de. Beim Starten des Browsers wird dann immer ein kindgerechtes Angebot gezeigt. Darüber hinaus eröffnen Positivlisten mit empfehlenswerten Kinderangeboten wie www.fragFINN.de geschützte Surf-Räume.

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Kann ich den Zugriff auf unerwünschte Seiten verwehren?

Eltern können kleine Positivlisten mit empfehlenswerten Kinderangeboten selbst zusammenstellen, indem Sie im Menü „Extra“ unter „Internetoptionen/Inhalte“ den „Inhaltsratgeber“ im Internet Explorer aktivieren und dort in der Registerkarte „Gebilligte Sites“ alle Adressen eintragen, die Ihr Kind besuchen darf.
Ältere Kinder brauchen größere Bewegungsspielräume, um einen kompetenten und eigenverantwortlichen Umgang mit dem neuen Medium zu lernen. Hier können Filter dabei helfen, dass problematische Angebote blockiert werden. Aber Achtung: Filter können eine pädagogische Begleitung nicht ersetzen. Es gibt derzeit noch keine Filtersysteme, auf die sich Eltern vollständig verlassen können. Deshalb: Wenn Ihr Kind auf problematische Seiten stößt, sollten Sie mit ihm über die Inhalte sprechen. Problematische Seiten können Kinder verstören. Sie wissen häufig nicht, wie sie damit umgehen sollen. Bei jüngeren Kindern muss man besonders vorsichtig sein. Ihnen sollte man in kindgerechter Weise erklären, worum es geht. Auf jeden Fall sollten Sie gefährdende und beeinträchtigende Seiten melden, um andere Kinder zu schützen. Anlaufstellen: www.jugendschutz.net, www.fsm.de, www.bundespruefstelle.de.

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Sollte ich mein Kind beaufsichtigen, wenn es im Internet surft?

Kleine Kinder brauchen im Internet einen besonderen Schutz. Deshalb lassen Sie jüngere Kinder möglichst nicht alleine im Internet surfen. Sie sollten wissen, auf welchen Seiten sich Ihr Kind bewegt. Gestehen Sie Ihrem Kind aber auch ein Recht auf Privatheit zu. Wenn Ihr Kind mit Freundinnen oder Freunden redet, müssen Sie auch nicht jedes Wort mitbekommen. Das Gleiche trifft zu, wenn es mit Freundinnen oder Freunden im Internet chattet. Wichtig ist aber, dass Sie Regeln vereinbaren, wenn eine Situation bedrohlich wird: wenn Unbekannte versuchen, Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen oder wenn sogar Treffen mit Personen vereinbart werden sollen, die Ihr Kind nicht kennt. Hier müssen Sie Ihr Kind stärken. Das bedeutet, es zu unterstützen, auch mal eine Kommunikation abzubrechen und in bedrohlichen Situationen, beispielsweise wenn es belästigt wird, direkt Kontakt mit Ihnen aufzunehmen

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Sind die herkömmlichen Suchmaschinen für Kinder geeignet?

Das hängt vom Alter ab. Kleinere Kinder sollten die Suchmaschinen für Kinderangebote nutzen, zum Beispiel www.blinde-kuh.de. Ab etwa zehn Jahren werden sie sicher auch herkömmliche Suchmaschinen nutzen. Das wird heute auch von vielen Schulen gefordert. Doch auch hier ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und mitzubekommen, wenn komische /seltsame Dinge passieren.

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Was sollte ich bei der Einrichtung einer E-Mail-Adresse für Kinder beachten?

Aus der E-Mail-Adresse soll nicht der reale Name erkennbar oder rekonstruierbar sein. Spezialisierte Anbieter sind z. B. www.mail4kidz.de, www.grundschulpost.de und www.lizzynet.de (für Mädchen). Sicherheitshalber sollten Sie für Ihr Kind zwei E-Mail-Adresse einrichten: eine öffentliche, die z. B. bei Gewinnspielen oder Downloads genutzt und von den Eltern kontrolliert wird. Für befreundete Kinder ist eine zweite private E-Mail-Adresse da, die vertraulich zu behandeln ist und für die dann auch das Postgeheimnis zwischen Eltern und Kindern gelten kann.

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Wie gehe ich mit Kommunikationsplattformen wie schuelerVZ oder lokalisten.de um?

Viele Schülerinnen und Schüler empfinden es als „Muss“, sich in Online-Netzwerken wie SchülerVZ zu präsentieren und darüber Freundschaften zu pflegen. Problematisch können vor allem unerwünschte Kontakte oder "Cyberbullying", eine Form von Mobbing, sein. Ebenso können Kinder und Jugendliche dort mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert werden, z.B. Pornografie, rechtsextremistische Propaganda oder Aufrufen zu selbstverletzendem Verhalten. Sicherheitstipps für Eltern: Über die Gefahren sprechen und gemeinsam das Profil des Kindes durchsehen. Kinder haben noch kein Gefühl für die Gefahren, die mit ihren Angaben verbunden sind. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass jeder zum Beispiel in schuelerVZ die gesamte Kommunikation verfolgen kann, auch wenn diese nur an die engen Freunde gerichtet ist. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man einen „Privat-Modus“ so nutzt, dass man nur die Leute auf seine Seite lässt, die man dort haben will. Nachname, Adresse, E-Mail-Adresse sollten geheim bleiben. Nur Fotos einstellen, auf denen das Kind nicht eindeutig erkennbar ist. Machen Sie dem Kind klar: Was einmal im Internet veröffentlicht ist, lässt sich nicht wieder zurückholen.

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Wie ist der richtige Umgang mit dem Herunterladen von Dateien aus dem Internet?

Für das Herunterladen von Musik, Filmen oder anderen Inhalten aus dem Internet gilt: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Ob ein Werk im Internet zum Download angeboten wird, entscheidet der Urheber oder derjenige, der die Nutzungsrechte hat. Gegen die Nutzung eines kostenpflichtigen legalen Downloadangebots ist also nichts einzuwenden. Aufpassen sollte man bei kostenlosen Angeboten. Hier gilt: Das Urheberrechtsgesetz erlaubt den Download nur dann, wenn die Datei nicht offensichtlich rechtswidrig zum Download angeboten wird. Der Download aus einer illegalen Tauschbörse ist damit rechtswidrig. Nur dann, wenn Künstler und Plattenfirmen einzelne Songs in das Internet eingestellt haben und den Download erlauben, darf man das auch tun. Bei illegalen Downloads muss man mit Schadensersatzforderungen und Geldstrafen rechnen. Das kann teuer werden. Mehr dazu steht auf der Webseite des Bundesministeriums der Justiz unter www.kopien-brauchen-originale.de.

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Dürfen Kinder Instant Messenger benutzen? Wenn ja, was sollen sie beachten?

Instant Messenger wie ICQ oder MSN-Messenger sind sehr beliebt bei Kindern und Jugendlichen. Damit kann man direkt von PC zu PC Nachrichten und Dateien versenden. Anhand von Freundeslisten sieht man, wer gerade online ist. Messenger bergen ein hohes Belästigungsrisiko. Einen sicheren Kinder-Messenger gibt es noch nicht. Kinder sollten einen Messenger nur nutzen, wenn sie die Sicherheitsregeln beachten: in ihrem Profil keine Angaben zu Alter, Telefonnummer und Adresse machen und auch keine gut erkennbaren Fotos einstellen. Unbekannte Kontaktanfragen ablehnen. Wichtig: Sicherheitsfunktionen auf die höchste Stufe setzen und Kontaktmöglichkeiten auf Freunde beschränken. Wie das geht: für verschiedene Messenger unter www.chatten-ohne-risiko.net.

 

Handy

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Wie gefährlich ist die Strahlung der Handys?

Es ist wissenschaftlich umstritten, wie gesundheitsschädigend die Strahlung von Handys ist. Nach Ansicht des Bundesamtes für Strahlenschutz ist das Risiko gering. Doch können Erwachsene und Kinder auf eine Strahlenbelastung empfindlich reagieren. Eine Orientierung bietet die Sendeleistung des Handys (so genannter „SAR“-Wert), die die Hersteller angeben. Eine Liste über die SAR-Werte ist über das Internet unter der Adresse www.handywerte.de einsehbar.

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Kann man das Strahlenrisiko verringern?

Halten Sie das Handy erst nach aufgebauter Verbindung ans Ohr. Achten Sie auf guten Empfang, das minimiert die Strahlung. Empfehlenswert sind auch Headsets: Sie haben einen separaten Kopfhörer und sorgen für Abstand zwischen Ohr und Antenne (im Handy).

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Gibt es Benimm-Regeln fürs Handy?

Kinder sollten dazu angeleitet werden, bei Veranstaltungen oder privaten Anlässen das Mobiltelefon auf lautlos (mit Vibrationsalarm) zu stellen. Während des Schulunterrichts gilt das gleiche wie im Flugzeug oder im Krankenhaus: Handys aus! Bei Telefonaten in der Öffentlichkeit nicht zu laut sprechen und – zum Beispiel in Fußgängerzonen – während des Telefonierens einen relativ ungestörten Platz suchen. Bei Anrufen auf dem Handy den Gesprächspartner stets fragen, ob es gerade passt. Denn wer unterwegs ist, hat nicht immer Zeit. Keine Gespräche während des Essens und keine SMS-Kommunikation.

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Ab wann sollten Kinder ein eigenes Handy besitzen?

Feste Altersvorgaben gibt es nicht. Auch bei Grundschülern kann ein Handy sinnvoll sein, wenn es für die familiäre Kommunikation bedeutsam ist. Einige Hersteller bieten Mobiltelefone speziell für Kinder an, die relativ einfach zu bedienen und oft mit Sicherheitsoptionen wie z. B. einem Ortungsdienst kombiniert sind. Sie verfügen über weniger Funktionen, bieten dafür aber oft zusätzlich kindgeeignete Inhalte (z. B. Spiele, Bilder, Musik) an.

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Handy als Statussymbol?

In der Tat sind Handys längst mehr als „nur“ Mobiltelefone. Ausgerüstet mit diversen multimedialen Funktionen und im modernen Design sind Handys schlichtweg „trendy“. Die „schicksten“ Handys sind aber nicht immer die günstigsten. Mit Blick auf die Vielfalt der Angebote gilt es stets Preis und Leistung zu prüfen.

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Welcher Handyvertrag kommt für mein Kind in Betracht?

Wir empfehlen Ihnen so genannte Discount-Tarife ohne Vertragsbindung mit so genannten Discountkarten. Über das Aufladen der Discountkarten – mittels Überweisung bzw. durch entsprechende Schnittstellen im Internet – können Sie die Telefonkosten steuern. Auch ein spezieller Laufzeitvertrag mit monatlicher Kostenbegrenzung („Teen“- oder Jugendtarif) ist für Kinder geeignet. Bei herkömmlichen Tarifen mit Vertragsbindung können Sie Probleme mit langen Laufzeiten und überhöhten Rechnungen bekommen. Darüber hinaus sollten Sie erwägen, die teuren 0900-er, 0190-er und 0137- er Nummern zu sperren.

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Wer ist für das Zahlen der Rechnungen bei Handys mit langer Vertragslaufzeit verantwortlich?

Das sind in der Regel die Eltern. Sie können im Streitfall haftbar gemacht werden. Auch für den Vertragsabschluss sind sie verantwortlich. Bei Minderjährigen müssen die Eltern den Vertrag unterschreiben.

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Können meine Kinder mit dem Handy im Internet surfen?

Fast alle modernen Handys bieten die Möglichkeit, mit dem Handy im Internet zu surfen. Dadurch kann Ihr Kind auch mit problematischen Inhalten wie Pornografie oder Gewalt und mit Belästigungen, bspw. in mobilen Chats, konfrontiert werden. Bei Ihrem Mobilfunkanbieter können Sie in der Regel eine Sperre für Inhalte, die nur für Erwachsene geeignet sind, einrichten (Achtung: greift nur bei Inhalten, die der Anbieter in seinem eigenen Portal anbietet!) oder den Internetzugang ganz sperren lassen. Sex-Inhalte oder gewalthaltige Spiele lassen sich jedoch auch ohne Internetzugang erwerben, z. B. über TV-Werbung oder „Klingeltonanbieter“. Bezahlt wird dabei meist über „Premium SMS“ oder Mehrwertnummern, die Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter für das Handy Ihres Kindes sperren lassen können.

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Was ist „Happy Slapping“?

„Happy Slapping“ bedeutet übersetzt „Fröhliches Schlagen“ und bezeichnet eine überraschende und meist gewalttätige Attacke auf einen Unbeteiligten. Die Szene wird dann mit dem Kamerahandy aufgezeichnet. Auch heimliche Aufnahmen von Mitschülern in peinlichen oder intimen Situationen, die zum Mobbing genutzt werden, kommen vor. Wenn es im Umkreis Ihres Kindes zu solchen Belästigungen und Übergriffen kommt, sollten Schüler, Eltern und Schule das Problem offen thematisieren und Gegenmaßnahmen ergreifen. Gegebenenfalls sollte auch die Polizei hinzugezogen werden.

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Wie kann ich mein Kind vor Gewalt- und Sex-Videos auf dem Handy schützen?

Die meisten Handys haben heute eine integrierte Kamera und können Bilder und Videos abspielen. Zudem können Bild- und Videodateien sehr leicht über drahtlose Schnittstellen wie „Bluetooth“ weitergegeben werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, ob es schon einmal Gewalt- oder Sex-Videos auf dem Handy gesehen hat. Kontrollieren Sie sein Handy nicht heimlich, das wäre ein Vertrauensbruch. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man „Bluetooth“ ausschaltet (im Einstellungsmenü des Handys).  
Wenn problematische Videos in der Schule kursieren, sollte man mit dem Lehrer sprechen und ggf. mit den Eltern der betroffenen Schüler Kontakt aufnehmen. Das Verbreiten von jugendgefährdenden Inhalten kann auch eine Straftat darstellen.

 

Lesen

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Wie kann ich mein Kind zum Lesen animieren?

Lust aufs Lesen bekommen Kinder, wenn sie sich für die Inhalte der Bücher interessieren. Das Wichtigste bei den Kleinen ist Vorlesen! Lesen Sie Ihrem Kind vor und lassen Sie es selbst auswählen, was es hören möchte. Auch das Vorbild der Eltern ist ganz wichtig: Kinder müssen erfahren, dass das Lesen im Alltag der Eltern eine wichtige Rolle spielt.

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Wie kann man Lesen und Vorlesen zum Erlebnis machen?

Unterstreichen Sie das Gesagte mit Gesten, Mimik und mit dem Einsatz verschiedener Stimmlagen. Lebendiges Vorlesen wird zum Genuss für Kinder. Ein „heruntergeleierter“ Text ist einfach langweilig. Bauen Sie also Spannung auf. Werden Sie mal lauter oder flüstern Sie. Lassen Sie Ihr Kind verschiedene Gefühlszustände auch verbal kennen lernen.

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Wie wichtig sind gemeinsame Leseerlebnisse?

Ganz wichtig. Gemeinsam aneinander gekuschelt und ganz gelassen Bilderbücher anzuschauen, ist eine ganz wichtige Erfahrung für Kinder. Machen Sie daraus ein schönes Ritual, am besten vor dem Schlafengehen. Die positive Atmosphäre beim Kuscheln erhöht die Lernbereitschaft und ermutigt Ihre Kinder, selbst mehr zu erzählen und zu fragen. Und nehmen Sie sich auch nach der Geschichte noch etwas Zeit, um etwaige Fragen Ihres Kindes zu beantworten oder mit ihm über das Gelesene zu sprechen. Das ist genauso wichtig wie der eigentliche Lesevorgang. Sie können das Gedächtnis Ihres Kindes trainieren, indem Sie am nächsten Tag nach Details aus der Geschichte fragen. Aber setzen Sie diese Fragen nur spielerisch ein – wenn Ihr Kind das Gefühl hat, dass es „geprüft“ wird, verliert es schnell die Lust an den Vorlesestunden.

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Sollten Kinder Comics lesen?

Comics können bei Kindern die Freude am Umgang mit Büchern wecken. Grundsätzlich sind das Interesse und der vielfältige Umgang mit Büchern am wichtigsten. Aus der Lust an Comics, die mit wenig Text auskommen, kann sich auch eine richtige Leseleidenschaft entwickeln.

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Ab welchem Alter sollte man Kinder ans Lesen heranführen?

Man kann schon bei den Allerkleinsten die Freude am gesprochenen Wort fördern. Lieder, Reime, Fühl- und Kitzelspiele prägen sich den Kindern durch häufige Wiederholung ein und werden schnell zum geliebten Ritual. Bereits zwischen dem 6. Monat und dem Ende des 2. Lebensjahres wird das Sprechen – und damit auch die Grundlage für das spätere Lesen und Schreiben – erlernt. Dies sollten Sie durch stetiges Vorlesen fördern. Doch seien Sie nicht zu ehrgeizig. Wenn Ihr Kind plötzlich keine Lust mehr hat, beenden Sie die Geschichte nicht um jeden Preis. Erfinden Sie ein kleines Ende.

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Welche Grundprinzipien gelten für gute Kinderbücher?

Gerade zu Beginn brauchen kleine Leseratten Bücher mit vielen Bildern. Diese sollten gut erkennbar, also nicht in Schreibschrift und mit großen, klaren Buchstaben geschrieben sein. Die Bilder machen das Lesen leichter, weil man den Zusammenhang zwischen Bildern und dazugehörigem Text schon erahnen kann. Lassen Sie Ihr Kind möglichst selbst entscheiden, welches Buch gelesen oder angesehen werden soll. Bieten Sie aber auch immer wieder neue und andere Bücher an. Der Buchgeschmack ist so vielfältig und unterschiedlich wie die kleinen Leser selber.

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Sollten Kinder selbst vorlesen?

Größere Kinder, die schon lesen können, möchten manchmal diese neue Fähigkeit der kleinen Schwester, dem kleinen Bruder oder den Eltern und Großeltern vorführen. Hören sie dabei aufmerksam zu und verbessern Sie Ihr Kind nicht jedes Mal, wenn es ein Wort mal nicht richtig ausspricht oder durch ein anderes ersetzt. Sollte es Probleme haben, den Text zu lesen, setzen Sie sich dazu und lesen Sie halblaut mit. Das Tempo bestimmt das Kind. Auch ein Wechsel aus Vorlesen und Selberlesen macht Spaß und motiviert.

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Wie findet man gute Kinderbücher?

In den Leseempfehlungen der Nominierungsliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, aber auch in den Empfehlungskatalogen „Das Bilderbuch“, „Das Kinderbuch“ und „Das Jugendbuch“ des Arbeitskreises für Jugendliteratur kann man sehr gute Informationen erhalten. Unabhängige Experten haben für diese Empfehlungskataloge Bücher und Medien für alle Altersstufen ausgewählt. Diese werden mit Inhaltsangabe, Bibliografie und Altersangaben vorgestellt; ausführliche Register helfen bei der Suche. Weitere Informationen können unter www.jugendliteratur.org eingeholt werden. Die Stiftung Lesen gibt zweimal jährlich die Empfehlungsliste „Für Sie getestet – Neue Kinder- und Jugendbücher“ heraus: www.stiftunglesen.de.

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Sind Hörbücher zu empfehlen?

Ja, denn die meisten Kinder sind von spannend erzählten und vorgelesenen Geschichten fasziniert. Lesemuffel finden heute fast die gesamte aktuelle Kinder- und Jugendliteratur in Hörbuchform. Selbst Klassiker wie Goethe oder Schiller können Kinder bei gelungener Vertonung in ihren Bann ziehen. Gut inszeniert und von Profis vorgetragen fördern Hörspiele und Hörbücher die Fähigkeiten, aufmerksam zu sein, zuzuhören und sich zu konzentrieren.

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Ist das Internet eine gute Alternative zum klassischen Lesen?

Nein. Studien belegen, dass die Lesezeiten im Internet nur kurz sind. Die Verweildauer auf textstarken Internetseiten ist eher gering. Schließlich ist das Lesen am Monitor auch anstrengender und weniger plastisch, als wenn man ein Buch in den Händen hält.