

Computerspielsucht?
In den Medien wird häufig berichtet, dass zunehmend mehr Kinder und Jugendliche abhängig von Computerspielen werden. Das beunruhigt viele Eltern, denn sie können die Begeisterung ihrer Kinder für Spiele am Computer oder Konsole oft nicht nachvollziehen und sind unsicher, wie ein kindgerechter Umgang mit den elektronischen Spielen aussehen sollte. Deshalb möchte SCHAU HIN! Eltern und Erziehende unterstützen. Mit den Tipps und Anregungen können Eltern aktiv etwas tun damit aus dem Spiel keine Sucht wird.
Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
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Was sind Computer- und Konsolenspiele?Antwort...
Was sind Computer- und Konsolenspiele?
Computer- und Konsolenspiele sind elektronische Spiele. Besonders unter Kindern und Jugendlichen ist die Bezeichnung Games geläufig.
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Was macht Computer- und Konsolenspiele für Kinder so anziehend?Antwort...
Was macht Computer- und Konsolenspiele für Kinder so anziehend?
Computer- und Konsolenspiele faszinieren Kinder grundsätzlich aus den gleichen Gründen wie andere Spiele auch. Spielen macht Spaß und vertreibt die Langeweile. Kinder erleben spannende Geschichten und entdecken neue Fantasiewelten. Dort schlüpfen sie in neue Rollen und vergessen so vorübergehend die Ängste und Sorgen des Alltags.
Darüber hinaus faszinieren elektronische Spiele weil- sie einen Mix aus Animation, Interaktion, Musik und farbenfrohen Bildern bieten.
- die Kinder auch mal allein spielen können.
- diese Spiele das machen was der Spieler will und Kinder auch mal die „Bestimmer“ sein können.
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An welchen Geräten werden elektronische Spiele gespielt?Antwort...
An welchen Geräten werden elektronische Spiele gespielt?
- Auf Computern und Laptops können gekaufte oder geliehene Spiele-CDs oder DVDs genutzt werden. Eine zweite Möglichkeit sind Online-Spiele. Dies sind Spiele, die direkt im Internet gespielt werden. Im Internet, also online, können Kinder auch mit Freunden oder fremden Personen spielen, die sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden und die den Mitspielern persönlich nicht bekannt sind.
- Spielkonsolen sind Geräte, die zum Spielen an einen Fernseher angeschlossen werden. Das Spiel wird direkt auf dem TV-Gerät angezeigt. Mit vielen Spielkonsolen können die Spieler auch ins Internet gehen und online spielen.
- Handheld-Konsolen sind Minicomputer zum Spielen, die man in der Hand hält. Das bekannteste Exemplar dieser kleinen Geräte war der „Game Boy“, der vor 20 Jahren den Spielemarkt eroberte. Auch mit manchen Handheld-Konsolen kann man online spielen.
- Auch mit Handys können Kinder elektronische Spiele nutzen. Dabei verschwimmen durch die neuesten technischen Entwicklungen die Grenzen zwischen Computern, Konsolen und Handys immer mehr: Heute sind Mobiltelefone oft auch kleine Computer, sogenannte Smartphones, mit denen man auch online spielen kann.
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Kann mein Kind süchtig werden?Antwort...
Kann mein Kind süchtig werden?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Aber dass Kinder computerspielsüchtig werden, geschieht nur in extremen Ausnahmefällen. Die Sucht kann am Ende einer längeren Entwicklung stehen, die ihren Anfang in der frühen Kindheit nehmen kann. Aber Kinder sind der Gefahr einer Computerspielsucht nicht schutzlos ausgesetzt. Eltern können einer möglichen Spielsucht aktiv vorbeugen. Das kann damit beginnen, dass sie ihre Kinder von klein auf stark machen, indem sie ihnen Liebe, Geborgenheit und Selbstbewusstsein vermitteln. Beginnen die Kinder, sich mit elektronischen Spielen zu beschäftigen, sollten Eltern von Anfang an darauf achten, dass ihre Kinder nicht zu lange spielen und nur kindgerechte Spiele in die Hände bekommen.
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Woran erkenne ich, dass mein Kind spielsüchtig oder gefährdet ist?Antwort...
Woran erkenne ich, dass mein Kind spielsüchtig oder gefährdet ist?
Wenn Kinder intensiv und viel spielen, denken Eltern oft, dass sie spielsüchtig sind. Doch die meisten Kinder sind nicht süchtig. Exzessives Spielen ist meist typisches Verhalten in der Pubertät und lässt auch wieder nach.
Die folgenden Anzeichen weisen darauf hin, dass Ihr Kind spielsüchtig sein könnte oder zumindest gefährdet ist:- Ihr Kind ist unruhig und geht sofort nach dem Essen zurück an den Computer.
- Ihr Kind nimmt sich keine Zeit mehr für das Essen.
- Freunde kommen immer seltener oder gar nicht mehr zu Besuch.
- Die schulischen Leistungen werden immer schlechter.
- Ihr Kind vernachlässigt seinen eigenen Körper.
- Ihr Kind sitzt immer länger vor dem Computer und spielt schon früh morgens oder in der Nacht.
- Ihr Kind ist häufig müde und leidet unter Schlafmangel.
- Ihr Kind findet immer weniger Zeit für andere Hobbys oder Freizeitaktivitäten.
- Ihr Kind wird aggressiv, depressiv, unruhig oder teilnahmslos, wenn es nicht Computer spielen kann oder darf.
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Welche Gründe haben Kinder, wenn sie sehr oft oder sehr lange elektronische Spiele spielen?Antwort...
Welche Gründe haben Kinder, wenn sie sehr oft oder sehr lange elektronische Spiele spielen?
Die Gründe für übermäßiges Computerspielen sind vielfältig und komplex. Zumeist betreffen sie nicht das jeweilige Spiel selbst, sondern hängen mit dem wirklichen Leben des Kindes zusammen. In der Regel suchen Kinder in den elektronischen Spielen Befriedigung für die Grundbedürfnisse, die im echten Leben aus ihrer Sicht nicht erfüllt werden. Zum Beispiel verschaffen sie sich im Spiel Anerkennung, Belohnung und Respekt und verdrängen so Unsicherheiten, Ängste und Frustgefühle. Wenn Sie den Eindruck haben, dass dies bei Ihrem Kind der Fall ist, sollten Sie versuchen herauszufinden, ob Ihr Kind
- ein geringes Selbstwertgefühl hat,
- sich unverstanden und unwichtig fühlt,
- schüchtern ist oder Schwierigkeiten hat, Freundschaften einzugehen,
- in der Schule gemobbt wird,
- das Gefühl hat, dass in seinem Leben alles falsch läuft.
Wenn Kinder ein Spiel finden, das ihnen die fehlende Anerkennung gibt und mit dem sie sich in eine vermeintlich bessere Welt flüchten können, können diese Kinder die Kontrolle über ihr Spielverhalten verlieren. Haben Sie Sorge, dass dies bei Ihrem Kind zutreffen könnte, sollten Sie sich an einen Kinderarzt oder -psychologen wenden oder eine Beratungsstelle aufsuchen.
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Gibt es Spiele, die ein höheres Suchtpotenzial haben als andere, und woran erkenne ich die?Antwort...
Gibt es Spiele, die ein höheres Suchtpotenzial haben als andere, und woran erkenne ich die?
Elektronische Spiele allein machen nicht automatisch süchtig. Manche Spiele verfügen aber über ein höheres Suchtpotenzial als andere. Solche Spiele erkennt man an den folgenden Merkmalen:
- Gemeinschaft
Viele Onlinespiele sind so angelegt, dass sie nur im Team, in der „Gilde“, erfolgreich absolviert werden können. Vielfach setzen sich die Spieler gegenseitig unter Druck und haben die Erwartung an die anderen, möglichst lange und oft dabei zu sein. Das Aufhören fällt dann schwer - Belohnung
Die Spiele bieten in unvorhersehbaren Abständen eine besondere Belohnung, in Form von hohen Auszeichnungen oder z. B. seltenen Waffen. Kinder hoffen, es könnte jeden Moment so weit sein, und spielen deshalb immer weiter. Schließlich möchte jeder im Wettkampf mit den anderen der Beste sein. - Wunschbild
Die Spiele bieten Kindern die Möglichkeit, sich so zu präsentieren, wie sie gerne wären, z. B. stark, mächtig, sportlich. So können Kinder ihr Wunschbild von sich abbilden. Gerade bei Kindern mit einem geringen Selbstbewusstsein kann das ein starker Antrieb sein: Sind sie mit sich unzufrieden, bieten ihnen die Fantasiewelten der Spiele eine Zuflucht, in der sie zum Helden werden. - Dauerreiz
Wenn Spiele rund um die Uhr laufen und es kein Ende gibt wollen die Spieler oft nicht aufhören, weil sie Angst haben, etwas zu verpassen. Das gilt auch wenn eine monatliche Gebühr fällig wird. Das eingezahlte Geld soll sich schließlich auch lohnen.
- Gemeinschaft
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Gibt es Kennzeichen auf der Spieleverpackung, die auf ein erhöhtes Suchtpotenzial eines Spieles hinweisen?Antwort...
Gibt es Kennzeichen auf der Spieleverpackung, die auf ein erhöhtes Suchtpotenzial eines Spieles hinweisen?
Nein, es gibt dazu keine Warnhinweise auf Spieleverpackungen. Auch die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle), die elektronische Spiele prüft und festsetzt, für welches Alter sie freigegeben werden, trifft keine Aussage über das Suchtpotenzial eines Spiels und gibt keine pädagogische Empfehlung zu dem Spiel ab.
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Wie kann ich einer möglichen Sucht vorbeugen?Antwort...
Wie kann ich einer möglichen Sucht vorbeugen?
- Gemeinsam spielen
Akzeptieren Sie den Spaß und die Freude, die Ihr Kind am Spiel hat. Lassen Sie sich die Spiele von Ihrem Kind zeigen und spielen Sie auch mal zusammen. So können Sie sich ein Bild machen und Sie verstehen besser, was Ihr Kind so begeistert. - Klare Regeln vereinbaren
Vereinbaren Sie klare Regeln, wie oft und wie lange Ihr Kind am Bildschirm spielen darf. Die Regeln sollten realistisch aufgestellt sein. Wie beim Sport ist es auch bei Computer-und Konsolenspielen etwas Tolles, wenn Kinder sich zu einer festen Zeit mit Freunden verabreden, um ein Spiel zu spielen und eine Aufgabe zu erledigen. Wichtig ist, dass ausreichend Zeit für andere Hobbys und Pflichten wie Hausaufgaben bleibt. - Für Abwechslung sorgen
Kinder sollten sich nicht nur mit Computer- oder Konsolenspielen beschäftigen. Daher sollten Sie versuchen, andere Interessen und Stärken Ihrer Kinder zu fördern. Bieten Sie ihm gemeinsame Unternehmungen an. Spielen Sie mit Ihrem Kind ein Brettspiel, malen Sie zusammen oder machen Sie einen Ausflug in den Zoo.
- Gemeinsam spielen
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Kann ich meinem Kind nicht einfach elektronische Spiele verbieten?Antwort...
Kann ich meinem Kind nicht einfach elektronische Spiele verbieten?
Nein, ein allgemeines Verbot ist keine Lösung, denn die Ursache liegt in der Regel nicht in den Spielen selbst.
Zunächst sollten Eltern versuchen herauszufinden, warum ihr Kind sich so intensiv mit elektronischen Spielen, also Games, beschäftigt. Zu diesem Zweck sollten sie sich erklären lassen,- welche Spiele das Kind spielt,
- welche Aufgaben es in diesem Spiel lösen muss und
- warum es die Spiele spielt.
Sinnvoll ist, die Spieldauer konsequent zu begrenzen und dies auch strikt einzufordern. Gleichzeitig sollten Eltern andere Möglichkeiten suchen, mit denen das Kind seine Bedürfnisse nach z.B. Anerkennung, Bestätigung, Freude oder Zugehörigkeit befriedigen kann.
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Wie lange ist zu lange?Antwort...
Wie lange ist zu lange?
Um den Gefahren von übermäßigem Computer spielen vorzubeugen, sollten Eltern mit Kindern feste Regeln vereinbaren, wie lange und wie oft elektronische Spiele gespielt werden dürfen.
Experten empfehlen die folgenden Zeiten als Orientierung:- bis 7 Jahre etwa 30 Minute
- 8 bis 9 Jahre etwa 45 Minuten
- 10 bis 11 Jahre etwa 60 Minuten
- 12 bis 13 Jahre etwa 75 Minuten
Wichtig: Neben der Zeit an PC/Spielkonsole sollten Kinder nicht noch zusätzlich Zeit mit fernsehen, spielen auf dem Handy oder Internet surfen verbringen. Entweder das eine oder das andere!
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Wie schaffe ich es, dass Absprachen für das Computerspielen vom Kind auch eingehalten werden?Antwort...
Wie schaffe ich es, dass Absprachen für das Computerspielen vom Kind auch eingehalten werden?
Kinder verlieren beim Spielen oft jegliches Gefühl für Zeit. Eltern sollten ihre Kinder deshalb dabei unterstützen, die vereinbarte Zeit nicht zu überziehen.
- Loben sie ihr Kind, wenn es den Zeitplan einhält.
- Beide Elternteile sollten konsequent bleiben, wenn einmal Absprachen zum Computerspielen getroffen wurden.
- Die Einhaltung der Absprachen fällt leichter, wenn Eltern das Game kennen und verstehen. Kennen Eltern das Lieblingsspiel, können sie rechtzeitig ein Signal geben, bevor die Zeit abgelaufen ist.
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Woran erkenne ich ein gutes Computerspiel?Antwort...
Woran erkenne ich ein gutes Computerspiel?
Es ist schwierig auf den ersten Blick zu erkennen, ob ein Computerspiel für Kinder geeignet ist. Achten Sie darauf, dass
- das Spiel keine gewalttätigen Szenen enthält, die Ihr Kind ängstigen könnten.
- das Spiel keine zu hohen Anforderungen an Ihr Kind stellt und es damit überfordert.
- keine hohen monatlichen Kosten für das Spiel anfallen.
- zur Nutzung des Spiels keine langfristigen Abos abgeschlossen werden müssen.
Weiterführende Informationen bietet der SCHAU HIN! Spiele Check.
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Wo finde ich Informationen zu guten Spielen?Antwort...
Wo finde ich Informationen zu guten Spielen?
- Unter www.klick-tipps.net können ständig aktualisierte Onlinespiele-Hits für Kinder abgerufen werden.
- Spielbeurteilungen und Altersempfehlungen gibt es unter www.spielbar.de oder unter www.spielratgeber-nrw.de
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Wo finde ich weitere Informationen und Beratung zur Nutzung von Computerspielen und zur Medienerziehung?Antwort...
Wo finde ich weitere Informationen und Beratung zur Nutzung von Computerspielen und zur Medienerziehung?
Hotlines
- Fragen beantwortet die SCHAU HIN! Hotline, die montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 4000 599 59 zu erreichen ist.
- Auch das Service-Telefon der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) (Telefonnummer: 0228 / 376631) beantwortet Fragen zur Computerspielnutzung.
Beratung vor Ort
Für die persönliche Beratung in Ihrer Nähe: Mit freundlicher Unterstützung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) können Sie über den SCHAU HIN! Initiativenatlas direkt auf eine große Datenbank zugreifen und nach Beratungsangeboten in Ihrer Nähe suchen.
Broschüren und Ratgeber- SCHAU HIN! Ratgeber Computerspielsucht.
- Broschüre „Online sein mit Maß und Spaß“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Broschüre verdeutlicht u.a. welche negativen Folgen eine übermäßige Nutzung für Jugendliche haben kann und welche Hilfen es gibt wenn der Computer zum Problem wird.
- FAQ der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien „Zu viel Zeit am Bildschirm? Wenn die Faszination am Computerspielen Sorgen macht.“
- Kostenloser Flyer „Computerspiele TIPPS für Eltern“ von klicksafe.de
- Broschüre „Mit Medien leben: gewusst wie! Ausgabe 1: Computerspiele“ der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Diskussion
Diskussionsforum
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Material
Guided-Tour
Die Schau Hin! Guided-Tour
Mobile Spielkonsole, PC oder TV-Spielkonsole – Was ist eigentlich der Unterschied? Für Kinder ist es wichtig, dass Eltern ihre Begeisterung für die spannende Computerwelt verstehen. Deshalb zeigen wir Ihnen hier, wie sich die Spielarten unterscheiden. >>



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