Faszination Smartphone

Handy

07.10.2011

Faszination Smartphone

Ob das neueste iPhone oder Smartphones von anderen Herstellern – sie sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Kaum ein Monat vergeht, ohne weitere Präsentationen von neuen Versionen und Funktionen. Insbesondere Kinder besitzen viele gut ausgestattete Geräte und nutzen diese ganz selbstverständlich. Dass mit dem Handy längst nicht mehr nur telefoniert wird, zeigt die aktuelle KidsVerbraucherAnalyse 2011. Die Multifunktionalität von Handys und insbesondere Smartphones bringt neben dem Kostenfaktor aber auch noch weitere Risiken mit sich. SCHAU HIN! erklärt, was Eltern beim kindgerechten Umgang mit Smartphones beachten sollten.

Smartphones, Funktionen & Kinder
Kamera, Internetbrowser, Bluetooth und MP3-Player gehören mittlerweile zur Standardausstattung von vielen mobilen Geräten. Die KidsVerbraucheranalyse 2011 vom Egmont Ehapa Verlag zeigt, dass gerade Kinder Smartphonefunktionen immer früher und immer häufiger nutzen. So bleibt es häufig nicht nur beim Telefonieren, denn das internetfähige Smartphone bietet ihnen viel mehr Möglichkeiten und Kinder sind oft experimentierfreudiger als Erwachsene und wollen alles ausprobieren. Kinder laden Apps (kleine Programme für Handys) und Spiele herunter, surfen im Internet und spielen Musik ab. Eltern fällt es häufig schwer, sich in der rasanten Entwicklung zu orientieren und mögliche Risiken, die mit dem Zugriff auf das Internet einhergehen, richtig einzuschätzen.

Was sind die Gefahren?
Wenn Kinder ihr Smartphone entdecken, sind sie oft von den vielen Möglichkeiten fasziniert. Dadurch eröffnet sich eine Vielzahl von – nicht immer kindgerechten – Inhalten wie Gewaltvideos oder pornographischen Bildern. Wie bei einem Computer kann auch hier, durch den Internetbrowser, die Gefahr entstehen, dass Kinder und Jugendliche mit diesen nicht altersgerechten Internetseiten konfrontiert werden. Ein weiteres Risiko stellt die Freigabe von persönlichen Informationen dar. Kinder gehen oft leichtfertig mit persönlichen Daten um. Diese können, wie auch beim Surfen am Computer, in die falschen Hände geraten. Darüber hinaus können Smartphones zu echten Kostenfallen werden. Man muss oftmals nicht mehr nur die Kosten für Telefongespräche beachten, sondern auch die von Kurznachrichten, Gebühren für den mobilen Internetzugang und Erweiterungen, wie kostenpflichtige Apps. Kindern fällt es hierbei oft schwer den Überblick zu behalten und so können die Kosten wachsen.
 
SCHAU HIN! hat 5 Tipps zusammengestellt, was Eltern beim kindgerechten Umgang mit Smartphones beachten sollten:

  • Internetzugang beschränken
    Über den Internetzugang eines Smartphones lassen sich die gleichen Internetseiten wie bei einem Computer aufrufen. Um zu verhindern, dass ihr Kind auf unpassende Inhalte trifft, existiert bislang nur eine komplette Sperrung des Internet- und WAP-Zugangs. Gerade bei jüngeren Kindern sollte eine Sperrung des kompletten Internetzugangs in Erwägung gezogen werden. Überlegungen solcher Art sollten bereits vor dem Kauf eines Handys geschehen. Informationen darüber, wie man eine Sperre einrichten kann, können Eltern von ihrem Mobilfunkanbieter erhalten. Einige Händler bieten auch spezielle Handys für Kinder an. Diese verfügen zumeist über umfangreiche Schutzmaßnahmen.
  • Gemeinsame Vereinbarungen treffen
    Begleiten Sie Ihr Kind beim mobilen Surfen im Internet und vereinbaren Sie einen angemessenen Rahmen, was den Zeit- und Kostenfaktor der Handynutzung betrifft. Achten Sie darauf, dass die Vereinbarungen konsequent eingehalten werden. Entdecken Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Funktionen seines Mobiltelefons. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, welche Apps und Spiele es sich herunterladen darf und treffen Sie Absprachen über den Kauf von Musik, Spielen oder Klingeltönen. Legen Sie einen monatlichen Betrag fest, für den Ihr Kind Apps bestellen darf. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Spiele aus, die es mit dem Handy spielen darf.
  • Mit den Kindern über die Kosten sprechen
    Die Kontrolle der Kosten zählt zu den wichtigsten Punkten einer geregelten Nutzung. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Kosten für mobile Internetnutzung, Telefongespräche, Kurz- und Bildnachrichten (SMS und MMS) und Premiumdienste wie Klingelton-Abos oder Logos. Diese werden vor allem im Musikfernsehen beworben, was bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt ist. Die Kosten für diese Dienste entstehen in der Regel dadurch, dass man eine SMS an eine bestimmte Nummer schicken muss, um diesen Dienst frei zu schalten. Diese sogenannten Premium-SMS sind dabei meist wesentlich teurer als normale SMS.
  • Guthaben eingrenzen
    Um sich vor einem Berg von Kosten zu schützen, ist die Nutzung einer Prepaidkarte empfehlenswert. Dabei können kostenpflichtige Dienste, wie Telefonieren, Internetbenutzung und das Senden von Kurznachrichten, nur so lange in Anspruch genommen werden, wie das Guthaben ausreicht. Damit fällt es nicht nur Eltern, sondern auch Kindern leichter, die Kosten zu überschauen. Sollten Sie sich dennoch für ein Handy mit Vertrag entscheiden, empfiehlt es sich einen geeigneten Tarif auszuwählen und dem Kind klare Kostengrenzen zu setzen, welche dann konsequent einzuhalten sind.  

Weitere wichtige Informationen

Weitere Informationen zum Umgang mit Risiken von Smartphones und eine Übersicht über Schutzoptionen der Mobilfunkanbieter erhalten Eltern in der vom Bundesfamilienministerium herausgegebenen Broschüre „Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil- ein Ratgeber für Eltern“, die unter www.bmfsfj.de zum kostenlosen Download bereitsteht.

Das Smartphones jedoch nicht nur Risiken mit sich bringen können, zeigt das SCHAU HIN! Spieletool für Smartphones. Dieses kostenlose Tool ist auf Smartphones herunterladbar und bietet Alternativen zu PC, Games und Spielkonsole. Das SCHAU HIN! Spieletool bietet mehr als 150 Spiele, die entweder im oder außerhalb des Hauses gespielt werden können. Das SCHAU HIN! Spiele-Tool kann immer und überall aufgerufen werden, wodurch Eltern zusammen mit ihren Kindern die Vielfalt der Spiele entdecken können.

Mehr Informationen zum Umgang von Kindern mit Handys finden Sie in unserem Themenschwerpunkt „Handy".

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