fragFINN
Was ist eigentlich fragFINN? - Interview mit Dr. Friederike Siller
fragFINN bietet Kindern einen geschützten Surfraum, in dem sie sich frei bewegen können, ohne auf ungeeignete Inhalte zu stoßen. Dafür lässt sich fragFinn als Suchmaschine nutzen und bietet auch eine kostenlose Jugendschutzsoftware, die nur das Surfen auf bestimmten Seiten zulässt.
Im Gespräch mit SCHAU HIN! stellt fragFINN Geschäftsführerin Dr. Friederike Siller das Projekt näher vor.
1) Was steckt hinter fragFINN?
fragFINN bietet einen geschützten Surfraum, der speziell für Kinder von 8 bis 12 Jahren geschaffen wurde. Die Basis für diesen ist eine so genannte Whitelist, dabei handelt es sich um eine umfangreiche Liste kindgerechter Internetangebote, die von Medienpädagogen zusammengestellt und gepflegt wird. Jedes Internetangebot wird hier regelmäßig im 4-Augen-Prinzip anhand eines Kriterienkatalogs auf seine Unbedenklichkeit überprüft.
2) Wie können Kinder fragFINN nutzen?
Sichtbar wird der sichere Surfraum für Kinder über die Kindersuchmaschine www.fragFINN.de, über welche Kinder die Angebote der Liste durchsuchen und erkunden können. Nach Eingabe einer Suchanfrage in die Suchmaske läuft eine automatische Volltextsuche, mit der Suchmaschine für Kinder werden dann nur kindgeeignete, von Medienpädagogen redaktionell geprüfte Internetseiten gefunden. Das besondere an fragFINN ist: Kinderinternetseiten werden dabei in den Suchergebnissen ganz oben platziert. Außerdem finden Kinder sichere Chats, Spiele, Nachrichten und weitere spannende Surftipps auf der Seite.
3) Nach welchen Kriterien werden die Websites auf der Whitelist ausgesucht?
fragFINN verfolgt das Ziel, Kindern einen Surfraum zur Verfügung zu stellen, der ihren speziellen Interessen und Bedürfnissen als jungen Internetnutzern folgt. Gleichzeitig soll natürlich sichergestellt werden, dass Kinder beim Surfen im Internet nicht auf entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte stoßen. Deshalb wird jedes Internetangebot regelmäßig im 4-Augen-Prinzip anhand eines Kriterienkatalogs auf seine Unbedenklichkeit überprüft. Der Kriterienkatalog umfasst inhaltliche Kriterien (zu Themen wie Chats/nutzergenerierte Inhalte, Werbung, Spiele) und formale Kriterien (Impressum, Datenschutz). Grundsätzlich ist die Unbedenklichkeit ausschlaggebend, der Surfraum soll so bunt und vielfältig wie möglich sein und Kindern Raum zum Ausprobieren ermöglichen.
4) fragFINN bietet auch Material für Pädagogen an. Wie kann das Thema „Sicheres Surfen“ in den Unterricht mit einbezogen werden?
Kinder müssen in einer sicheren Umgebung an das Internet herangeführt werden. Im schulischen Kontext wie in der Freizeit benötigen Kinder daher eine sichere Startrampe ins Internet. Kindersuchmaschinen eignen sich dafür besonders gut, da sie vielfältige, aber eben auch kindgerechte Möglichkeiten und Richtungen für die Recherche aufzeigen. Für einen kompetenten Umgang mit dem Internet brauchen Kinder Kenntnisse über dessen Funktionsweise und benötigen die Fähigkeit, dessen Inhalte beurteilen zu können. fragFINN lässt sich sowohl als didaktisches Instrument einsetzen als auch zum Inhalt des Unterrichts machen. Denn damit können Schüler das Internet erkunden und dort Erfahrungen machen, die ihnen für einen bewussten Umgang mit dem Medium Internet den Rücken stärken.
5) Welches Internetangebot für Kinder gehört zu Ihren persönlichen Favoriten?
Im sicheren Surfraum von fragFINN finden sich derzeit über 9.000 Domains, davon allein 800 Kinderinternetseiten aus dem deutschsprachigen Raum. Da fällt es natürlich schwer, einzelne Angebote hervorzuheben. Aus medienpädagogischer Sicht freue ich mich natürlich sehr über Internetseiten, die Kinder spielerisch an das Thema des sicheren Surfens heranführen und sie dabei unterstützen, das Medium kompetent für sich zu nutzen. Da wären zum Beispiel die Internauten, das Internet-ABC oder die neue Videocommunity ClipKlapp.
Die kostenlose Kinderschutzsoftware von fragFINN können Sie unter www.fragfinn.de kostenlos herunterladen.
Welche Angebote gibt es noch?
Neben fragFinn und den Einstellungen im Betriebssystemen oder dem Internetbrowser gibt es noch ein breites Angebot an Jugendschutzsoftware auf dem Markt. SCHAU HIN! stellt zwei davon vor, die für die Filterung ein entsprechendes Modul der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien nutzen, mit dem jugendgefährdende Online-Angebote nach Aktivierung entsprechender Filteroptionen für Kinder und Jugendliche unzugänglich bleiben
Dolphin Secure
Dolphin Secure ist eine neue Jugendschutzsoftware für Eltern, die zusätzlich eine Online-Plattform anbietet, auf der Kinder gefahrlos surfen können. Zusätzlich garantiert eine weitere Schutzmaßnahme Sicherheit - ein Fingerabdruck-Scanner mit dem die Kinder sich in die Community einloggen können.
Außerdem findet man in der Kinder-Community ein kindgerechtes und in sich geschlossenes soziales Netzwerk, in dem Kinder mit ihren Freunden chatten und neue Freundschaften online schließen können. Alles in einem sicheren Umfeld.
In einem speziellen Elternbereich bietet Dolphin Secure die Möglichkeit, erlaubte Webseiten auf der sogenannten Whitelist festzulegen und zusammen zu fassen. Eine Blacklist sperrt den Zugriff auf nicht altersgerechte Angebote. Auch diese Liste kann von Eltern erweitert werden. Zusätzlich zu diesen Seiten werden den Kindern von Dolphin Secure geprüfte und für kindgerecht befundene Webseiten zur Verfügung gestellt.
Die Software ist in erster Linie für Eltern von Grundschulkindern geeignet. Die Jahresmitgliedschaft für Nutzung der Software und der Kinder-Community beträgt monatlich 5 Euro für das erste Kind, für jedes weitere 3 Euro. Der Fingerabdruck-Scanner kostet einmalig 19,95 Euro und kann unbegrenzt genutzt werden. Die Software ist ab Januar verfügbar.
Weiter Informationen finden Sie unter www.dolphinsecure.de.
SURF-SITTER
SURF-SITTER ist eine Jugendschutzsoftware, die nicht nur für Windows PCs und Notebooks einsetzbar ist, sondern auch für Windows Mobile-fähige Handys. Es schützt Ihre Kinder vor nicht kindgerechten Webseiten, zum Beispiel Seiten mit pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten und zusätzlich vor Online-Anbietern, die durch Downloads und Abo-Abschlüsse im Internet Ihre Kinder abzocken wollen. Außerdem verfügt SURF-SITTER über ein Nutzungszeitlimit, was ein unkontrolliert langes Nutzen des Internets, zum Beispiel auf Onlinespielseiten, verhindert.
Zusätzlich können die Eltern entscheiden, ob ihre Kinder Dienste wie beispielsweise E-Mail, Instant Messenger oder Filesharing benutzen dürfen
Anders als bei vielen anderen Schutzsoftwares unterscheidet SURF-SITTER zwischen fünf verschiedenen Altersgruppen, für die der Internetschutz entsprechend angepasst werden kann.
SURF-SITTER kann online unter http://surf-sitter.de/ getestet werden und ist ab 19,90€ für PCs erhältlich.


