Tipps
SCHAU HIN! Tipps zum Umgang mit Cybermobbing
Die Initiative SCHAU HIN! rät Eltern, das Thema Cybermobbing und dessen Wirkung aktiv mit ihren Kindern zu besprechen und ihnen zu zeigen, wie sie durch einen sorgfältigen Umgang mit ihren persönlichen Daten solchen Angriffen vorbeugen können.
Tipps für Eltern von Cybermobbing Opfern
Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind Opfer von Cybermobbing wurde, ist es vor allem wichtig, schnell zu handeln.
1. Sprechen Sie mit Ihrem Kind
Kinder sollten wissen, dass sie sich bei Problemen an die Eltern wenden können. Gemeinsam können Sie dann den Ursachen auf den Grund gehen und Lösungen finden.
Wichtig ist es auch, die Lehrer zu kontaktieren und die Eltern der Täter anzusprechen, um weiterem Mobbing zuvorzukommen.
2. Belege für Cybermobbing sichern
Eltern sollten einen Screenshot (Bildschirmaufnahme) der unerwünschten Fotos und Informationen im Netz machen und sich Namen oder Nicknames (Spitznamen) der verantwortlichen Nutzer notieren. Wenn die Täter bekannt sind, sollten die Eltern der Täter mit den Belegen konfrontiert und aufgefordert werden, beleidigende oder verletzende Inhalte zu entfernen. Sinnvoll ist es auch, die Schule des Kindes anzusprechen, damit Cybermobbing im Unterricht zum Thema gemacht wird.
3. Inhalte löschen lassen
Wenn die Täter die Bilder oder Inhalte nicht freiwillig löschen, können Sie die Betreiber der entsprechenden Internetseiten auffordern, die beleidigenden und verletzenden Inhalte umgehend zu löschen. Bei Problemen hierbei können sich Eltern auch an Beschwerdestellen wie www.jugendschutz.net wenden.
4. Wenn nichts anderes hilft: Rechtliche Schritte einleiten
Sollten weder die Hinweise an die Eltern der Täter und die Schule noch der Hinweis an den Betreiber der Seite Erfolg haben, so können Sie bei massiven Eingriffen in die Persönlichkeit die verantwortlichen Nutzer bei der Polizei zur Anzeige bringen.
Lesen Sie weiter:
Cybermobbing - Was können Eltern tun, wenn Kinder zu Tätern werden
Experten
SCHAU HIN! fragt Expertinnen und Experten
Der KI.KA Krimi „Netzangriff“ macht deutlich, wie schnell Kinder Opfer von Cybermobbing werden können. Knapp 5 Millionen Schülerinnen und Schüler werden laut einer Umfrage des Zentrums für empirische pädagogische Forschung (zepf 2009) regelmäßig gemobbt.
SCHAU HIN! hat Experten und Betroffene zu diesem Thema befragt: Wie kommt es überhaupt zu Cybermobbing, wie können Eltern ihren Kindern helfen und wie stellt man das Thema realistisch in einem Kinderkrimi dar? Das alles erfahren Sie in unseren Interviews.



