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Presse > Pressemitteilungen

Entblößt im Netz: Urlaubsbilder in sozialen Netzwerken und Schülerportalen

SCHAU HIN! gibt Eltern Tipps, wie sich ihre Kinder im Internet schützen können

16.07.2008

Berlin, 16. Juli 2008: Papa beim Baden, Mama oben ohne, der große Bruder grölend auf der Strandparty – im Urlaub wird gerne jede Szene fotografisch festgehalten. Nur im Netz haben diese Bilder nichts zu suchen, vor allem nicht, wenn sie private Details entblößen. Denn was im Internet steht, ist für jedermann einsehbar und lässt sich nachträglich schwer entfernen. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“ gibt Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder für den Umgang mit dem Internet sensibilisieren können.

Die aktuellen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) belegen, dass soziale Netzwerke zunehmend beliebter werden. Neben bekannten Communities wie myspace.com und lokalisten.de nutzen immer mehr Kinder und Jugendliche auch spezielle Portale wie schuelerVZ.net, um neue Kontakte zu knüpfen und Privates von sich zu erzählen. Das Grundprinzip all dieser Communities lautet: Nur wer viele Angaben von sich macht, wird bekannt und findet viele Online-Freunde. Jugendlichen ist dabei selten bewusst, dass sich nicht nur Freunde in den Netzwerken tummeln. 80 % aller Nutzer von Onlineportalen spähen Leute aus. Auch Menschen mit kriminellen Absichten oder Pädophile nutzen solche Seiten, um Kontakte herzustellen. Es könnte aber auch sein, dass der potentielle Arbeitgeber die Bilder entdeckt. Denn Personalentscheider informieren sich zunehmend über ihre Bewerber im Netz. Und manche Fotos, die heute lustig erscheinen, sind morgen eher peinlich.

Damit schöne Urlaubserlebnisse kein böses Nachspiel haben, sollten Eltern Ihre Kinder auf einige Regeln aufmerksam machen. Tipps dazu gibt die Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“.

1. Bildauswahl gemeinsam treffen

Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern eine Vorauswahl treffen. Es ist möglich, einerseits das Bedürfnis der Kinder zu befriedigen, mit den Motiven etwas über sich zu erzählen, andererseits auch die Sicher- heit der Kinder zu wahren. Im Allgemeinen gilt: Je undeutlicher eine Person zu erkennen ist, desto besser. Mit Hut und Sonnenbrille, von weitem oder von der Seite sind Personen oft nicht klar zu identifizieren. Bilder vom Urlaubsort, von Tieren und der Landschaft können dagegen bedenkenlos eingestellt werden.

2. Persönliche Angaben vermeiden

Schöne Fotos werden auch gerne kommentiert. Doch auch bei Bildunterschriften gibt es gewisse Regeln zu beachten. Eltern sollten ihre Kinder unbedingt darauf hinweisen, dass es tabu ist, im Internet Vor- und Nachnamen, Wohnort oder gar Anschrift und Telefonnummern anzugeben.

3. Medien gemeinsam entdecken

Eltern sollten das Bedürfnis ihrer Kinder, sich in sozialen Netzwerken auszutauschen, ernst nehmen und sich damit auseinander setzen. Beispielsweise können Familien die Fotos gemeinsam am Computer bearbeiten oder ein gemeinsames Familienfotoalbum einrichten. So hat man z.B. bei Anbieter kostenloser Mailadressen die Möglichkeit, Fotos hochzuladen und diese passwortgeschützt Freunden zugänglich zu machen. Das macht Spaß und schafft Nähe und Vertrauen. Aber auch hierbei gilt generell zu bedenken: Das Internet „vergisst“ nichts.

4. Persönlichkeitsschutz Dritter gewährleisten

Sind auf den Fotos Geschwister, Freunde oder Urlaubsbekannte abgebildet, müssen diese um Erlaubnis gefragt werden. Sind sie einverstanden, kann das Foto im Netz veröffentlicht werden.

5. Kinder sensibilisieren

Nur wenn Kinder auch verstehen, warum sie gewisse Regeln im Umgang mit dem Internet beachten sollen, werden sie diese auch akzeptieren und sind bereit, diese einzuhalten.

Weitere Informationen zum Thema Kinder im Netz gibt die Initiative SCHAU HIN! Eltern und Erziehenden in den aktuellen Infoflyern und im Medienratgeber für Eltern. In den kostenlosen Broschüren erhalten Eltern leicht verständlich aufbereitet Anregungen und konkrete Tipps zu den Themen Fernseher, Internet, Computer und Handy sowie Hinweise an welche Stellen sie sich bei tiefergehenden Fragen wenden können. Zudem können sich Eltern unter der Service-Hotline 030 / 4000 599 59 sowie auf der Website www.schau-hin.info informieren.


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