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Eine Seite für Eltern mit Kindern, die die Medienwelt entdecken.

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Projektbüro "SCHAU HIN!"
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Luisenstraße 41
10117 Berlin
Artikel Detail
Aktuelles/Interview/Gespräch/Portrait

Gespräch mit DJ Bobo - Ich stehe voll und ganz hinter SCHAU HIN!

DJ Bobo unterstützt SCHAU HIN!. Anlässlich der SCHAU HIN! Pressekonferenz am 28.10.2004 in Berlin sprach der Schweizer Musiker im SCHAU HIN! Interview über die Gründe für sein Engagement. Der Vater des zweijährigen Jamiro erzählt ausserdem von der Mediennutzung in seiner Familie, über erfüllte Kindheitsträume und seine gesellschaftliche Verantwortung als Prominenter.



09.09.2007

DJ Bobo, warum engagierst du dich für SCHAU HIN!?

Ich bekomme sehr viele Anfragen von Organisationen, seit vielen Jahren. Das war die erste Anfrage, wo ich ohne jedes Zögern dachte: "Das passt zu mir!" SCHAU HIN! ist eine Aktion, bei der ich mich nicht künstlich verstellen muss, hinter der ich voll und ganz stehen kann. Das Thema ist ein zeitloses - und nicht mal mehr, mal weniger aktuell, je nachdem, wie gerade der Medienhype ist. Außerdem fiel es mir leicht, da ich einen zweijährigen Sohn habe. Da kommen die Probleme, auf die die Aktion SCHAU HIN! hinweist, schneller auf mich zu, als mir lieb ist. Im Moment ist es noch entspannt für mich: Wenn Jamiro ins Wohnzimmer kommt und der Fernseher läuft, sagt er: „Papi, aus!“ Das mache ich dann auch sofort.


Für Kinder ist es gefährlich, wenn sie viel und nicht altersstufengerecht Fernsehen. Welche Gefahren siehst du?

Mir ist eine Kindheitserinnerung förmlich ins Gehirn gebrannt. Als Sechsjähriger habe ich heimlich Aktenzeichen XY geschaut. Ich fand das so spannend, da ja alles auf wahren Tatsachen beruht. Es hat mich gefesselt. Aber es hat dazu geführt, dass ich jahrelang Angst vor der Dunkelheit hatte.


Davor hattest du Angst, aber vor Horror, Grusel und Action nicht?

Ich konnte klar unterscheiden zwischen Winnetou-Filmen und eben Aktenzeichen XY. Bei Winnetou wusste ich schon als Kind: das sind Schauspieler, da stirbt ja keiner in Wirklichkeit. Das haben mir meine Eltern erklärt. Im Nachhinein wäre ich froh gewesen, meine Eltern hätten mir das konsequenter verboten, bzw. sie hätten mich ertappt beim Anschauen der Sendung. Erlaubt hätten sie es ja nicht, sie wussten es bloß nicht.


Wie konntest du denn heimlich Fernsehen schauen, haben deine Eltern sich damals nicht vernünftig gekümmert oder nicht aufgepasst?

Meine Eltern konnten es nicht kontrollieren. Wir wohnten nämlich in einem alten Bauernhaus. Die Zimmer zum Kinderzimmer gingen in den Wohnraum über, in dem der Fernseher stand. Die Zimmer waren nur "verbunden" durch ein kleines Fenster. Und wenn ich auf dem Bett stand, konnte ich durchschauen und habe mir die ganze Sendung knallhart reingezogen.


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