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Artikel Detail
Aktuelles/Interview/Gespräch/Portrait

Interview mit Anke Kirchner - Das Handy als Taschengeldgrab?

Chatten per SMS kann teuer werden. Auf den Plausch übers Handy, folgt meist eine viel zu hohe Telefonrechung. Vor allem Kinder können nicht einschätzen, welche Folgen das chatten mit dem Handy hat. Wie Eltern vorbeugen können, damit Kinder nicht in die Kostenfalle tappen.
Interview mit Anke Kirchner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

19.12.2007

Über die fünfstelligen Premium-SMS- Nummern kann man zum Beispiel Klingeltöne und Handyspiele bestellen. Dabei schließt man oft auch ungewollt direkt ein Abo ab. Dieses erzeugt monatliche oder sogar wöchentliche Kosten

(z. B. 2,99 Euro pro Woche).
Zur Teilnahme an „Flirt“-Chats werden Kinder und Jugendliche oftmals durch Werbe- bzw. SPAMSMS animiert, z. B. „Hallo! Ich finde dich voll süß. Du mich auch? Dann melde dich unter XXXXX.“ Professionelle Chatter animieren dabei zu Antworten, die bis zu 2,99 Euro kosten können. Bei einem regen Schreibwechsel entstehen leicht Kosten von mehreren Hundert Euro.
Ein neuer Trend sind die T-Vote-Calls: Auf zahlreichen TV-Sendern kann man über 0137er-Rufnummern an Gewinnspielen oder Abstimmungen teilnehmen, um beispielsweise den nächsten Super- oder Popstar per Zuschauer-Voting zu wählen. Während solch ein Anruf aus dem Festnetz in der Regel 49 Cent kostet, ist er per Handy je nach Mobilfunkanbieter viel teurer.

Wie können Eltern diese Kosten vermeiden?
Eltern müssen informiert sein und ihre Kinder über kostenpflichtige Dienste aufklären. Wenn möglich, sollten teure Mehrwertdienste und Sonderrufnummern wie zum Beispiel 0900- und 118er-Nummern gesperrt werden. Schon bei der Auswahl des Tarifes sollten Eltern darauf achten, dass dies möglich ist. Aber auch bei den Kosten für „normale“ Telefonate und SMS sollten Eltern ihre Kinder zur Sparsamkeit anhalten.

Manche Mobilfunkanbieter haben spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche. Was ist bei den Teen-Tarifen zu beachten?
In der Regel können die Angebote nur zu einem bereits laufenden Mobilfunkvertrag der Eltern hinzugebucht werden. Im Gegensatz zu Prepaid-Karten haben Teen-Tarife meist eine Mindestvertragslaufzeit, die Kosten für Telefonate und SMS sind in der Regel höher als bei sogenannten Discountern. Dafür lassen sich oftmals teure Sonderrufnummern sperren.

Wo können sich Eltern über Kostenrisiken informieren?

Informationen zu Kostenrisiken oder der Abwehr überzogener Forderungen finden Eltern bei den Verbraucherzentralen: z. B. unter www.verbraucherzentrale-nrw.de , Rubrik „Medien + Telekommunikation“.

 

Quelle: Broschüre des Bundesfamilienministerium : "Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil - ein Ratgeber für Eltern".
Zum Download der Broschüre


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