zur Startseite
  • Aktuelles
  • Vorgestellt
  • Downloads
  • FAQ
Eine Seite für Eltern mit Kindern, die die Medienwelt entdecken.

Eine Initiative von
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Arcor AG & Co.KG
Das Erste
Zweites Deutsches Fernsehen
TV Spielfilm

Hotline-Nummer:030 - 4000 599 59Adresse:
Projektbüro "SCHAU HIN!"
c/o komm.passion GmbH
Luisenstraße 41
10117 Berlin
Artikel Detail
Aktuelles/Interview/Gespräch/Portrait

Interview mit Petra Grimm - Angeben oder Schocken

Brutale und teilweise illegale Videos und Bilder auf Handys von Kindern und Jugendlichen stehen zurzeit im Fokus der Medienaufmerksamkeit. Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher sind stark verunsichert. Was sind die Beweggründe der Kinder, sich diese Filme anzusehen?
Interview mit der Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Grimm über ihre Studie zu problematischen Handyvideos.

19.12.2007

In unserer Umfrage, die wir 2006 im Auftrag der Landesmedienanstalt Schleswig-Holstein (ULR) durchgeführt haben, antworteten 93,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren, dass sie problematische Handyvideos kennen. 77 Prozent kannten Gewaltvideos, 72,3 Prozent selbst gemachte Videos, in denen andere verprügelt werden, 68,9 Prozent Sexvideos, 65,5 Prozent selbst gedrehte Videos, in denen andere in peinlichen oder schlimmen Situationen gezeigt werden, 42,7 Prozent Nazi-Videos und 34,9 Prozent Videos, in denen Sex mit Tieren gezeigt wird.

Wie viele Kinder und Jugendliche haben solche Videos bereits gesehen?

42,5 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen sagten, dass sie schon mal bei anderen solche problematischen Handyvideos selbst gesehen hätten, und zwar vor allem bei Mitschülern oder Freunden. 5,4 Prozent der Jugendlichen Handybesitzer gaben zu, dass sie selbst schon mal solche Videos hatten. Dabei waren es überdurchschnittlich häufig Jugendliche ab 16 Jahren sowie eher Jungen (49,2 Prozent) als Mädchen (35,3 Prozent), die solche Videos bei anderen schon mal gesehen hatten. Auch das formale Bildungsniveau spielte eine Rolle: So kannten eher Hauptschüler (55,3 Prozent) als Realschüler (45,9 Prozent) oder Gymnasiasten (34,6 Prozent) solche Videos.

Welche Motive geben die Kinder und Jugendlichen an, solche Videos zu besitzen oder anzuschauen?

84,3 Prozent meinten, dass das Angeben an erster Stelle steht, gefolgt von Dazugehören, Mitredenkönnen und Coolness. Für die jugendlichen Videoclip-Besitzer ist vor allem wichtig, dass die Handyvideos ständig verfügbar sind („ich kann mir das dann immer und überall ansehen“) und sie die Videos tauschen oder andere damit schocken können. Problematische Handyvideos dienen Kindern und Jugendlichen vor allem zur Unterhaltung, Sensationssuche und sozialen Anerkennung.

 

Quelle: Broschüre des Bundesfamilienministerium : "Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil - ein Ratgeber für Eltern".
Zum Download der Broschüre


RSS - immer aktuell informiert

Erhalten Sie immer die neusten Informationen der SCHAU HIN! - Initiative. Wählen Sie einfach eine der verfügbaren Kategorien und schon sind Sie stets aktuell informiert.

Zu den RSS-Feeds