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Emnid-Studie: Medienerziehung ist keine Frage der sozialen Herkunft

Aktive Medienerziehung in Familien hängt nicht von Bildung, Einkommensverhältnissen oder Berufstätigkeit der Eltern ab. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts tns emnid. Die Umfrage zeigt, dass sich viele Eltern bereits aktiv mit den elektronischen Spielen ihrer Kinder beschäftigen.

 

20.11.2009

Im Auftrag der Initiative SCHAU HIN! hat das Meinungsforschungsinstitut tns emnid zwischen dem 23. und 31. Oktober 600 Eltern von Kindern im Alter zwischen fünf und 13 Jahren im gesamten Bundesgebiet telefonisch befragt.


Computerspiele bzw. Spiele an einer Spielkonsole gehören in Deutschland zum Alltag der Kinder zwischen fünf und 13 Jahren. Knapp vier von fünf Kindern dieser Altersgruppe nutzen Computerspiele zumindest gelegentlich.


Rund 20% der Eltern meinen, dass ihre Kinder „zu lange“ am Computer oder an der Spielkonsole spielten. Vereinbarungen mit den Kindern zur Spieldauer treffen  75% der Eltern,  Befragte mit Abitur oder Studium treffen  Vereinbarungen etwas seltener als Befragte mit mittlerer Reife oder Hauptschulabschluss.


Über 90% der befragten Eltern geben an, die Computerspiele ihrer Kinder zu kennen,  70%, spielen zumindest gelegentlich mit ihren Kindern am Computer. Dabei hatten Faktoren wie Berufstätigkeit oder Einkommen keinen Einfluss auf dieses Ergebnis. Eine entscheidende Rolle spielt jedoch das Alter, je jünger die Eltern sind, desto häufiger das gemeinsame Spielen. Während 85% der Eltern unter 30 Jahren gemeinsam mit ihren Kindern am Bildschirm (85%) spielen, sind es bei den  Eltern über 40 Jahren nur noch 58%. Gemeinsames Spielen ist jedoch nicht genug, Eltern sollten auch darauf achten, ob die Spiele für Kinder geeignet sind. Alterskennzeichnungen und pädagogische Bewertungen sowie Spieletipps gibt es beispielsweise unter schau-hin.info.


Viele Eltern kennen sich beim Thema Computerspielsucht schon aus. Dabei unterstützen Aufklärungskampagnen wie von SCHAU HIN! und anderen Initiativen. Jedoch weiß jeder siebte der befragten Mütter und Väter nicht, wie Kinder vor Suchtgefahren durch die Beschäftigung mit elektronischen Spielen geschützt werden können. Die Tendenz hier: Je jünger die befragten Eltern, desto größer der Anteil derer, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder vor einer Abhängigkeit schützen können.


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