Kindgerechter Umgang mit dem Handy: Klare Regeln vereinbaren
In wenigen Wochen beginnt das neue Schuljahr. Mit der Einschulung oder dem Wechsel auf eine weiterführende Schule, lernen Kinder neue Freunde kennen, die bereits ein eigenes Mobiltelefon haben. Spätestens dann kommt der Wunsch nach einem eigenen Handy auf. SCHAU HIN! beantwortet die häufigsten Fragen zum kindgerechten Umgang mit dem Handy.
Pädagogischen Empfehlungen folgend sollten Eltern ihren Kindern frühestens zum neunten Geburtstag ein eigenes Handy zur Verfügung zu stellen. Für jüngere Kinder kann ein „Notfallhandy“ sinnvoll sein, wenn beispielsweise der Schulweg sehr lang ist.
Weniger Funktionen sind für jüngere Kinder besser
Für Einsteiger eignet sich besonders ein Handy mit wenigen Funktionen. Vor dem Kauf sollten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern überlegen welche Funktionen ein Handy erfüllen soll. Gerade bei jüngeren Kindern ist es empfehlenswert bei allen Handytypen auf ein Mindestmaß an Sicherheit zu achten. Hier gilt: Je weniger Funktionen desto besser. Kostenpflichtige Sonderrufnummern sollten zu sperren sein. Ebenso sollten Eltern die Möglichkeit haben, den mobilen Internetzugang und die Bluetooth-Funktion des Handys zu sperren. Mit einem monatlichen Kostenlimit hält man die Ausgaben im Zaum. Für Notfälle ist auch die Möglichkeit einer Handyortung ratsam.
Regeln zum Umgang mit dem Handy vereinbaren
Ist das Kind alt genug und ist ein passendes Gerät gefunden, sollten Eltern mit ihren Kindern von Beginn an klare Regeln zum Umgang mit dem Handy vereinbaren. Dazu zählt der richtige Umgang mit den eigenen Daten wie der Handynummer. Kinder müssen lernen, ihre eigenen persönlichen Daten zu schützen und die Handynummer nicht Unbekannten im Chat oder in sozialen Netzwerken anzuvertrauen.
Neben der Telefonnummer zählen auch Fotos und Videos, die mit dem Handy gemacht werden, zu den persönlichen Daten. Sie sollten auf keinen Fall in falsche Hände geraten, da die Verbreitung von elektronischen Bildern nicht kontrolliert werden kann. Kinder sollten sich also genau überlegen, wie sie sich darstellen, wenn sie jemand mit dem Handy aufnimmt. Genau so wichtig ist es, die Daten von Freunden zu schützen. Dazu müssen Kinder wissen, dass sie nicht einfach Handyfotos und –videos, auf denen ihre Freunde zu sehen sind, an andere verschicken oder ins Internet einstellen dürfen. Das ist nur erlaubt, wenn die Freunde vorher zustimmen.
Damit das Handy nicht zur Kostenfalle wird, sind Tarifen mit einer Kostenkontrolle ratsam. Hierzu gehören z.B. Prepaid-Angebote. Unabhängig von dem Tarif sollten Eltern ihre Kinder über unseriöse und teure Angebote wie Premium SMS-Dienste, Klingeltöne oder Sonderrufnummern informieren.
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