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Artikel Detail

10 Goldene Regeln für die Handy - Nutzung

Man kann keine grundsätzliche Empfehlung geben, ab wann ein Kind ein Handy besitzen sollte. Prepaid-Karten sind als Handyverträge für Kinder in jedem Alter empfehlenswert. Kontrollieren Sie die laufenden Kosten und achten Sie auf teure Zusatzangebote wie Spiele, Klingeltöne etc.

SCHAU HIN! mit 10 Goldenen Regeln.

13.03.2008

1. Ab wann sollten Kinder ein eigenes Handy besitzen?
Feste Altersvorgaben gibt es nicht. Pädagogen halten das Teenager-Alter für den frühesten Zeitpunkt, um mit dem mobilen Telefonieren zu beginnen. Auch bei Grundschülern kann ein Handy sinnvoll sein, wenn der Weg zur Schule lang und unübersichtlich ist.

 

2. Welcher Handyvertrag kommt für mein Kind in Betracht?
Entweder wird von den Eltern ein Vertrag mit langer Laufzeit abgeschlossen oder es wird ein Handy mit Prepaid-Karte gekauft. Die Prepaid-Karte ist Kindern zu empfehlen, da sie damit nur ein begrenztes Guthaben zur Verfügung haben. Bei dieser Lösung ist das Telefonieren zwar teurer, schützt aber vor Verschuldung. Auch ein spezieller Laufzeitvertrag mit monatlicher Kostenbegrenzung ist für Kinder geeignet.

 

3. Was ist vor Vertragsabschluss zu berücksichtigen?
Vor dem Abschluss eines Vertrages sollte man überlegen, wofür das Kind das Handy braucht: Sollen Tochter oder Sohn vor allem erreichbar sein, nur in dringenden Fällen telefonieren und verfügen sie noch nicht über regelmäßige Einkünfte, dann sind so genannte Prepaid-Karten zu empfehlen, also Verträge mit Guthabenkonten. Je nach Taschengeldlage kann über Zeitpunkt und Umfang gesprochen werden, wann die Karte wieder aufgeladen wird. Nach Aufbrauchen des Guthabens kann man mit dem Gerät zwar keine Anrufe mehr tätigen, aber weiterhin angerufen werden. Nur wenige Anbieter bieten einen speziellen Laufzeitvertrag mit monatlicher Kostenbegrenzung an, bei dem das Telefonaufkommen auf bestimmte Beträge (10, 15 oder 30 Euro) pro Monat festgelegt werden kann. Nach Aufbrauchen dieses Betrages kann man auch hier weiterhin angerufen werden. Telefonate im "gleichen" Netz sind günstiger als der Anruf zu einem "fremden" Anbieter. Ein Netzanbieter, mit dem Sie, aber auch die Freunde Ihres Kindes telefonieren, bietet sich also an.

 

4. Wie kann ich die Kosten kontrollieren?
Nicht nur bei Laufzeitverträgen, sondern auch bei Handys mit Prepaid-Karte ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über die Kosten für Gespräche, SMS und MMS sprechen. Ein kleiner Einnahmen- und Ausgabenplan hilft. Vorsicht bei Klingeltönen, Logos und Spielen fürs Handy! Diese Angebote sind in der Regel recht teuer. Einzelne Abrufe für solche Angebote kosten schnell ein paar Euros. Grundsätzlich bieten Prepaid-Verträge die Möglichkeit, Kosten zu kontrollieren. Fragen Sie beim Kauf des Gerätes nach, ob man bestimmte Nummern zur Benutzung sperren kann (z.B. die teuren 0190/0900-Nummern) und sperren Sie diese (ggf. den Mobilfunknetzbetreiber anweisen).

 

5. Wer ist für das Zahlen der Rechnungen bei Handys mit langer Vertragslaufzeit verantwortlich?
Das sind in der Regel die Eltern. Sie können im Streitfall haftbar gemacht werden. Auch für den Vertragsabschluss sind sie verantwortlich. Bei Minderjährigen müssen die Eltern den Vertrag unterschreiben.

 

6. Gibt es kindgerechte Handys?
Einige Hersteller bieten Mobiltelefone speziell für Kinder an. Sie sind klein, in der Regel bunt und relativ einfach zu bedienen. Sie verfügen über weniger Funktionen.

 

7. Wie gefährlich ist die Strahlung der Handys?
Es ist wissenschaftlich umstritten, wie gesundheitsschädigend die Strahlung von Handys ist. Nach Ansicht des Bundesamtes für Strahlenschutz ist das Risiko gering. So wie Erwachsene können aber auch Kinder auf eine Strahlenbelastung empfindlich reagieren. Eine Orientierung bietet die Sendeleistung des Handys, die die Hersteller angeben.

 

8. Kann man das Strahlenrisiko verringern?
Halten Sie das Handy erst nach aufgebauter Verbindung ans Ohr. Achten Sie auf guten Empfang, das minimiert die Strahlung. Empfehlenswert sind Headsets: Sie haben einen separaten Kopfhörer und sorgen für Abstand zwischen Ohr und Antenne (im Handy). Die Kabel sollten einen so genannten Frequenzfilter besitzen. Dieser weist die Funkwellen ab. Achten Sie auch auf die vom Hersteller angegebenen "SAR"- Werte. Sie beziffern die Strahlenenergie und sollten möglichst gering sein. Eine Liste über die SAR-Werte ist über das Internet unter der Adresse www.handywerte.de einsehbar. Nehmen Sie diese Liste mit in den Telefonladen.

 

9. Gibt es Benimm-Regeln fürs Handy?
Kinder sollten dazu angeleitet werden, bei Veranstaltungen oder privaten Anlässen das Mobiltelefon auf lautlos (mit Vibrationsalarm) zu stellen. Während des Schulunterrichts gilt das gleiche wie im Flugzeug oder im Krankenhaus: Handys aus! Bei Telefonaten in der Öffentlichkeit nicht zu laut sprechen und - zum Beispiel in Fußgängerzonen - während des Telefonierens einen relativ ungestörten Platz suchen. Bei Anrufen auf dem Handy den Gesprächspartner stets fragen, ob es gerade passt. Denn wer unterwegs ist, hat nicht immer Zeit.

 

10 Handy als Statussymbol?
In der Tat sind Handys längst mehr als "nur" Mobiltelefone. Ausgerüstet mit diversen multimedialen Funktionen und im modernen Design sind Handys schlichtweg "trendy". Die "schicksten" Handys sind aber nicht immer die günstigsten. Mit Blick auf die Vielfalt der Angebote gilt es stets Preis und Leistung zu prüfen.


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