08.09.2011

IFA 2011 – SCHAU HIN! Tipps für Eltern zu 3D-Medien – 2/5


Das Besondere an 3D
Die Abkürzung 3D steht für Dreidimensionalität. Das Besondere an 3D-Filmen ist, dass der Zuschauer den Film räumlich wahrnimmt. Er gewinnt den Eindruck, dass sich die Handlung des Films vor der Kinoleinwand abspielt. Figuren und Gegenstände erscheinen plastisch. Die Schauspieler sind einem buchstäblich „zum Greifen nah“. Die Aufteilung von Räumen wird klarer. Das Gefühl für Entfernungen, für Höhen und Tiefen nimmt zu. Technisch wird dies durch die Aufnahme mit zwei Kameras möglich. Genau wie unsere Augen aus zwei Perspektiven schauen, so nehmen auch die Kameras zwei leicht versetzte Blickwinkel auf. Die unterschiedlich aufgenommenen Bilder werden mit minimalem zeitlichen Abstand abwechselnd auf die Leinwand projiziert. Mit den speziellen 3D-Kinobrillen werden diese Bilder für beide Augen getrennt sichtbar. In unserer Wahrnehmung entsteht erst durch die Kombination der zwei Blickwinkel der räumliche und plastische Eindruck, an den wir gewöhnt sind. Wie dreidimensionales Sehen funktioniert, kann auf Kinderfilmwelt.de nachgelesen werden.

Faszination 3D
Zuschauer fasziniert an dem neuen Format 3D das Gefühl, Teil der Handlung zu sein. Der Zuschauer hält die Handlung dadurch für realistischer und natürlicher. Durch die dreidimensionale Darstellung erlebt er den Film und die Handlung intensiver, fühlt mit den Charakteren stärker mit und vergisst möglicherweise, dass er sich in Wirklichkeit im Kino befindet und das Gezeigte nicht real ist.

Wie attraktiv ist 3D?
Noch ist die 3D-Technik im Kino relativ neu. Sie macht das Filmerlebnis reizvoller, auch für Kinder. Doch nach der ersten Eingewöhnung tritt der Effekt häufig in den Hintergrund. Man empfindet ihn nach einigen Minuten als ganz normal. In diesem Moment kommt es wieder sehr darauf an, ob die Geschichte des Films fesselnd und bewegend ist. Oft kostet der Eintritt für 3D-Vorführungen einen deutlichen Aufpreis. Es ist eine Überlegung wert, ob man sich dieses Extra leisten möchte. Das Familien-Budget schont der 2D-Film und wenn seine Handlung stark ist, dann kommt es auf die spektakulären 3D-Effekte gar nicht so sehr an.

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