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Schwerpunktthemen

Zielgruppe Kinder: Onlinewerbung

Zielgruppe Kinder: Onlinewerbung

Mit nur einem Klick erfahren, wie lang man lebt oder tolle Preise gewinnen. Onlinewerbung kann gerade Kinder schnell zum Mitmachen animieren. Andere Werbung erkennen sie erst gar nicht, weil sie nicht ausreichend als solche markiert ist. Dabei kann Onlinewerbung nicht nur nerven, sondern auch Risiken für Kinder bedeuten. „Dahinter können sich nicht kindgerechte Inhalte wie beispielsweise Kriegsspiele verbergen oder vermeintliche Gratisangebote, die sich später als kostenpflichtig erweisen“, erklärt Carolin Elbrecht von der Verbraucherzentrale im SCHAU HIN! Interview. Hilfreiche Tipps zum Umgang mit Werbung sowie Empfehlungen für gute Kinderseiten finden Eltern unter www.schau-hin.info.

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Häufig ist Werbung im Internet für Kinder nicht als solche zu erkennen oder so aufgebaut, dass Kinder sie mit Online-Spielen verwechseln. „Wir haben beobachtet, dass gerade auf Kinderseiten Quizspiele angeboten werden, die die Emotionen von Kindern oder Pubertierenden ansprechen. Die jungen Nutzer werden dabei mit Einstiegsfragen wie „Bist du zu dick?“ oder „Wann wirst du heiraten?“ gelockt“, bestätigt Carola Elbrecht, Referentin und Koordinatorin des Projekts „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ vom Verbraucherzentrale Bundesverband im SCHAU HIN! Interview. Kinder finden das Quiz lustig oder interessant und machen mit. Für die Quiz-Auswertung müssen sie dann beispielsweise nur die Handynummer angegeben. Erst am Seitenende werden sie darauf hingewiesen, dass Nutzer dafür zahlen müssen oder sogar ein Abo eingehen. Kinder können diesen Hinweis schnell übersehen und in eine Kostenfalle tappen. 

Die Zielgruppe Kind
Kinder und Jugendliche sind für dubiose Onlineangebote deshalb eine lohnende Zielgruppe. Aber auch für Werbetreibende und Vermarkter stellen sie eine attraktive Zielgruppe dar. Zum einen sind Kinder selbst potentielle und zukünftige Konsumenten. Zum anderen gelten Kinder zudem als potentielle Kaufentscheider, die einen Einfluss auf das Kaufverhalten ihrer Eltern und Großeltern haben.

Wie gehen Kinder mit Werbung um?
Genau wie Kinder den Umgang mit Medien generell erst erlernen müssen, müssen sie auch den Umgang mit Werbung erlernen. Denn „Werbung im Internet spricht Kinder viel direkter an als Print- oder TV-Werbung. Sie sitzen davor und können gleich agieren“ sagt Carola Elbrecht. Zudem sind Kinder noch nicht in der Lage, so zielgerichtet wie Erwachsene im Internet zu surfen: Informations- und Werbetexte können Kinder noch nicht klar voneinander trennen. So können beispielsweise eingebettete Werbeanzeigen auf einer Internetseite von ihnen auch als Inhalt wahrgenommen werden. Dadurch entsteht die Gefahr, dass Kinder von der für sie unübersichtlichen Flut an Informationen leicht überfordert werden. 

Carola Elbrecht empfiehlt deshalb: „Eltern können und sollten Kinder unterstützen und sie im Internet begleiten, sich Internetseiten mit ihnen gemeinsam anschauen. Sie sollten gerade am Anfang werbefreie Internetseiten für ihre Kinder aussuchen.“ Tipps, wie Eltern ihre Kinder am besten vor nicht kindgerechten Inhalten schützen können, hat SCHAU HIN! im Themenschwerpunkt Jugendschutzsoftware zusammengestellt. Dort erfahren Eltern, was sie im kindgerechten Umgang mit dem Internet unterstützten kann oder erhalten Tipps für ältere und jüngere Kinder. SCHAU HIN! zeigt in dem Themenschwerpunkt auch, wie Eltern eine eigene Internetwelt für ihr Kind einrichten können.

Weitere Informationen
Internet und damit auch Werbung ist heutzutage ein genereller Bestandteil im Alltag. Kinder dauerhaft vor Onlinewerbung bewahren zu wollen, ist deshalb nahezu unmöglich. Wie Eltern ihre Kinder dabei unterstützen können mit Werbung umzugehen, hat SCHAU HIN! in konkreten Tipps zusammengefasst. Das gesamte Interview mit Carola Elbrecht können Sie hier nachlesen.

RTL startet DSDS Kids

RTL startet DSDS Kids - Tipps für einen kindgerechten Umgang mit Castingshows

Castingshows sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Am Samstag startete  ein neues Format: DSDS Kids, die Kinder-Version der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Kindgerecht sind Castingshows jedoch nicht, sagt Prof. Dr. Bernd Schorb, Professor für Medienpädagogik an der Universität Leipzig und SCHAU HIN! Beiratsmitglied. Im Interview mit SCHAU HIN! gibt er Tipps, wie Eltern damit umgehen können, wenn Kinder die Sendung sehen oder daran teilnehmen möchten.


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Sender entwickeln immer wieder neue Formate und Staffeln bewährter Castingshows. Im jüngsten Format von RTL, DSDS Kids, können Kinder von 4 bis 14 Jahren mitmachen. Warum Castingshows gerade bei Kindern und Jugendlichen so beliebt sind, erklärt Prof. Schorb von der Universität Leipzig im SCHAU HIN! Interview: „Das Betrachten der eigenen Generation verspricht Anregung, Schadenfreude, vielleicht auch Sensation und wahrscheinlich auch Gesprächsstoff im Freundeskreis“.

Wie Kinder Castingshows aufnehmen

Dennoch sind Castingshows keine kindgerechten Fernsehsendungen. Denn gerade jüngeren Kindern fällt es oftmals schwer zu erkennen, dass es sich bei Castingshows um inszenierte Sendungen handelt. Sie sind davon überzeugt, dass echte Geschehnisse dokumentarisch gezeigt werden und glauben das wahre Leben im Fernsehen zu sehen. Ältere Kinder nehmen Castingshows zwar reflektierter wahr, jedoch sind auch bei den älteren Kindern die Wertevorstellungen noch nicht gefestigt. So entstehen schnell verzerrte Vorstellungen vom Umgang miteinander. Denn oftmals nehmen Kinder und Jugendliche Jurymitglieder oder Kandidaten als Vorbilder. Allerdings behandeln diese andere manchmal abwertend und mit wenig Respekt oder Toleranz. Sie beschimpfen Teilnehmer oder stellen diese bloß. Dieses Verhalten kann die Wertevorstellungen von Kindern und Jugendlichen negativ beeinflussen. Manche glauben, es sei normal, sich gegenüber anderen so zu verhalten.

Kinder als Teilnehmer?


Als Gefahr sieht Prof. Schorb auch, dass Castingshows bei Kindern den Wunsch stärken, sich zur Geltung zu bringen und öffentlich zu präsentieren. Er warnt Eltern davor, ihr Kind bei einer Castingshow wie DSDS Kids anzumelden. „Der Großteil der Kinder wird notwendigerweise eine Enttäuschung erleben. Es ist gerade für Kinder nicht leicht zu verkraften, öffentlich als Verlierer dargestellt zu werden“, so Prof. Schorb. DSDS Kids sei ein Format, das zu einem traumatischen Erlebnis führen könne, welches sie dann über die Zeit und die Sendung hinaus verfolge. Generell ist Eltern von einer Anmeldung ihrer Kinder bei Castingshows wie DSDS Kids abzuraten. „Ich würde mein Kind nicht teilnehmen lassen“, fasst auch Prof. Schorb zusammen.
Um Kindern dabei zu helfen, Castingshows richtig einzuordnen, rät SCHAU HIN! Beiratsmitglied Prof. Schorb Eltern, „sich DSDS Kids mit ihren Kindern zusammen anzusehen. Das gemeinsame Anschauen bietet die Chance zur Auseinandersetzung mit dem Sendungskonzept und seiner Problematik“.

Weitere Tipps, die Eltern im kindgerechten Umgang mit Castingshows unterstützen, hat SCHAU HIN! unter www.schau-hin.info zusammengestellt. Das komplette SCHAU HIN! Interview mit Prof. Schorb zum kindgerechten Umgang mit Castingshows, können Eltern hier nachlesen.

Jugendschutzsoftware

Jugendschutzsoftware

Kinder möchten Erfahrungen mit dem weltweiten Netz sammeln. Was vielen Eltern Kopfzerbrechen bereitet, sind die Gefahren, die im Netz lauern. Eine Frage, die sich Eltern täglich stellen: Wie kann ich sichergehen, dass meine Kinder nur die Webseiten besuchen, die für sie geeignet sind? Der Einsatz einer Jugendschutzsoftware ist eine Möglichkeit, Kinder und Jugendliche vor Inhalten im Internet zu schützen, die sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigen.

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Bereits 83 Prozent der Eltern haben von Jugendschutzsoftware gehört, dennoch wissen viele nicht genau, was sich dahinter verbirgt. Das ergab die Studie „Jugendschutzsoftware im Elternhaus: Kenntnisse, Erwartungen und Nutzung. Stand der Forschung“, welche das Hans-Bredow-Institut im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchführte. Nur 20 Prozent der Eltern setzen eine Jugendschutzsoftware ein.

Unser neuer Schwerpunkt Jugendschutzsoftware führt deshalb in das Thema ein und gibt Eltern Orientierung und Tipps, wie sie vorgehen können, um ihre Kinder sicher auf dem Weg ins Netz zu begleiten. Er besteht aus einer Themenseite, 5 Goldenen Regeln sowie Tipps für jüngere und ältere Kinder. Ein Glossar erklärt überdies Begriffe wie „Negativliste“ oder „automatische Klassifizierung“. Alltägliche Familiensituationen mit Eltern-Tipps zu Jugendschutzsoftware runden das Thema ab.

Wie funktioniert Jugendschutzsoftware?
Generell untersucht eine Jugendschutzsoftware Webseiten nach bestimmten Mustern und blockiert solche, die als problematisch eingeschätzt werden. Eltern können eine Jugendschutzsoftware auf ihrem Computer installieren und so einstellen, dass ein für die Altersgruppen ihrer Kinder entsprechender Zugang zu Internetinhalten möglich ist. Um Inhalte und bestimmte Webseiten im Internet zu sperren, stehen verschiedene Filterverfahren zur Verfügung.

Es gibt drei unterschiedliche Methoden zur Filterung von Webseiten. Die redaktionelle Klassifizierung durch qualifizierte Fachleute, die automatische Klassifizierung durch ein Computerprogramm sowie die Selbstklassifizierung durch Anbieter von Internetseiten. Bei einer redaktionellen Klassifizierung schauen sich Personen die Webseiten und ihre Inhalte an. Sie haben dann zwei Möglichkeiten, Seiten zu klassifizieren. Sie können entweder eine Positivliste anlegen, in die sie die Webseiten eintragen, die für Kinder geeignet sind und deren Aufruf erlaubt ist - alle anderen sind blockiert. So gehen beispielsweise die Redaktionen von fragFINN, Blinde Kuh und Helles Köpfchen vor. Oder sie legen eine Negativliste an, in die sie Webseiten eintragen, die blockiert werden sollen. Es werden dann nur die blockierten Webseiten nicht angezeigt – alle anderen sind zugänglich. Übrigens können Eltern Positivlisten im Browser auch selbst einstellen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, Kindern eine eigene Startseite einzurichten, die sie gleich auf kindgerechte Webseiten führt. SCHAU HIN! empfiehlt dafür die Kinderstartseite www.meine-startseite.de.

Welche Einstellungen Eltern am Computer vornehmen können, um mittels technischer Hilfen mehr Sicherheit für ihre Kinder zu erreichen, hat SCHAU HIN! in wenigen Schritten hier übersichtlich zusammengefasst.

Die automatische Klassifizierung erfolgt nicht durch Menschen, sondern durch ein Computerprogramm. Das Programm durchsucht Webseiten nach Schlüsselwörtern, die zum Beispiel auf rassistische oder pornographische Inhalte schließen lassen. Werden diese Begriffe gefunden, werden die Webseiten automatisch blockiert.

Ein neues Verfahren arbeitet mit der Selbstklassifizierung durch die Anbieter. Dabei wird eine komplette Webseite oder ihre einzelnen Unterseiten vom Anbieter selbst mit einem Label versehen, das den Inhalt der Webseite klassifiziert. Die Jugendschutzsoftware liest beim Aufruf der Website dieses Label aus und entscheidet anhand der Nutzereinstellung, ob die Webseite angezeigt werden darf oder nicht.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Verfahren finden Eltern im SCHAU HIN! Glossar.

Technischer Schutz bietet bislang nur eine eingeschränkte Sicherheit
Technische Hilfen reichen allein aber keinesfalls aus. Eltern müssen ihre Kinder im Netz begleiten und mit ihnen über problematische Inhalte reden bzw. Vereinbarungen treffen. Trotzdem können technische Hilfen ihre Sicherheitsbemühungen unterstützen. Sie blockieren einen Teil der problematischen Webseiten und bieten Hilfen, um den Surfraum zum Beispiel auf Inhalte zu beschränken, die kindgerecht sind. Allerdings läuft Jugendschutzsoftware bislang fast nur auf Windows-Rechnern. Für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablet-PCs) gibt es inzwischen zwar Möglichkeiten zur Programm- und Internetsteuerung, deren Tauglichkeit ist aber noch unklar. Auch beim Mailen oder Chatten sind diese Programme bisher wirkungslos. Zudem werden derzeit auch noch zu viele Webseiten blockiert, die für Kinder geeignet sind („Overblocking“).

SCHAU HIN! hat für Eltern 5 Goldene Regeln zu Jugendschutzsoftware zusammengestellt.

1. Informieren Sie sich über technische Hilfen. Diese reichen von Sicherheitseinstellungen beim Betriebssystem und Browser bis hin zum Installieren einer Jugendschutzsoftware.

2. Verlassen Sie sich nicht 100%ig auf Jugendschutzsoftware. Denken Sie stets daran, dass Jugendschutzsoftware nur einen eingeschränkten Schutz bieten kann. Reden Sie daher mit Ihren Kindern über problematische Inhalte wie Pornographie oder Gewalt auf Webseiten und treffen Sie mit Ihren Kindern Vereinbarungen über die Internetnutzung. Auf keinen Fall können technische Hilfen die Medienerziehung durch Eltern ersetzen. Übrigens: Inzwischen kann man auch mit vielen Spielkonsolen und Handys online gehen. Prüfen Sie, ob im Gerät Ihres Kindes eine Jugendschutzsoftware eingebaut und aktiviert ist.

3. Berücksichtigen Sie das Alter und die Kompetenzen Ihres Kindes. Wählen Sie demnach die beste Schutzmethode für Ihr Kind aus.

4. Jüngere Kinder brauchen besonderen Schutz. Hier bietet es sich an, eine Positivliste mit guten Kinderseiten zusammenzustellen. Eine Liste mit interessanten Internetangeboten bieten Ihnen beispielsweise die Kindersuchmaschinen fragFINN, Blinde Kuh und Helles Köpfchen. Richten Sie jüngeren Kindern zudem eine geeignete Startseite ein, z.B. mit www.meine-startseite.de.

5. Ältere Kinder haben andere Ansprüche und brauchen größere Bewegungsfreiräume. Jugendschutzsoftware ist hier, wenn sie richtig verwendet und altersgerecht eingestellt wird, eine sinnvolle Unterstützung.

Einen Überblick über existierende Jugendschutzsoftware hat Ihnen klicksafe hier zusammengestellt. Aber Achtung: Einige Programme sind kostenpflichtig!

Elternfragen touren durch Deutschland

Elternfragen touren durch Deutschland

Häufig müssen Eltern Entscheidungen zur Medienerziehung treffen. Etwa: Was mache ich, wenn meine Tochter vor dem Schlafengehen den Computer nicht ausschalten möchte? Unter der Rubrik „Eltern fragen“ gibt SCHAU HIN! online praktische Tipps zu ganz konkreten Alltagssituationen wie dieser. Über die SCHAU HIN! Fragetasche haben Eltern jetzt die Möglichkeit, ihre Fragen auch direkt vor Ort zu stellen. Vom 16.April bis 03.Juni tourt dafür die SCHAU HIN! Fragetasche durch Deutschland. Damit „holt die Initiative SCHAU HIN! Eltern direkt im Alltag ab“, betont ZDF-Moderatorin und SCHAU HIN! Botschafterin Gundula Gause.

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Wie können Eltern Fragen stellen?

Die zwei Meter hohe Fragetasche wird in verschiedenen Städten Deutschlands an zentralen Orten wie Einkaufzentren stehen. Eltern haben so die Möglichkeit beim Einkaufen, Spazieren gehen oder beim Familienausflug ihre Fragen vor Ort zu stellen. Dazu müssen sie nur einen Vordruck ausfüllen und in die Fragetasche werfen. SCHAU HIN! Mediencoach Kristin Langer antwortet Eltern per E-Mail und gibt konkrete Tipps zur Medienerziehung. Wo genau die Fragetasche wann stehen wird, können Eltern im Tourplan nachlesen. Im Interview mit SCHAU HIN! betont Gundula Gause, warum es so wichtig ist, dass sich Eltern mit Fragen der Medienerziehung auseinander setzen: „Da es viele neue Medien in ihrer Kindheit noch nicht gab, sind viele Eltern in konkreten Situationen verunsichert und wissen häufig nicht, wie sie sich verhalten sollen.“ Die Fragetasche hilft Eltern diese Situationen zu lösen.

Natürlich besteht für Eltern auch weiterhin die Möglichkeit, Fragen zur Medienerziehung über www.schau-hin.info an den SCHAU HIN! Mediencoach Kristin Langer zu stellen. In der Rubrik „Eltern fragen“ können sie auch nachlesen, welche alltäglichen Familiensituationen andere Eltern bereits erlebt haben und welche eigenen Wege sie gefunden haben, diese zu lösen. Der SCHAU HIN! Tipp zu jeder Situation zeigt, welcher Lösungsweg empfehlenswert ist und was Eltern beachten sollten.

 „Was mach‘ ich, wenn...?“- Zwei Beispielfragen

1)... beim Essen ständig Handy, Nintendo oder Fernseher im Einsatz sind?

Tipp SCHAU HIN!: Das gemeinsame Essen ist für Kinder ein wichtiges Familienerlebnis. Sie erleben dabei Geborgenheit und können sich mit Geschwistern und Familie austauschen. Eltern sollten die gemeinsamen Mahlzeiten als Familienzeit aufrechterhalten und schützen. „Störer“ wie das Handy, die Spielkonsole oder der Fernseher sollten dabei ausgeschaltet bleiben. Das gilt für Kinder wie für Eltern. Wenn beim Essen das Telefon klingelt, sollten Eltern Vorbild sein. Sie können die Anrufer bitten, zu einem späteren Zeitpunkt nochmal anzurufen oder einfach gleich den Anrufbeantworter einschalten und nach dem Essen abhören. Je konsequenter Sie sich an diese Regel halten, desto besser können Sie diese auch gegenüber Ihren Kindern durchsetzen, was Sie unbedingt tun sollten.

2)... es abends, vor dem Schlafengehen, Streit gibt, wann der Fernseher ausgeschaltet wird?

Tipp SCHAU HIN!: Kein Fernsehen direkt vor dem zu Bett gehen – gerade die jüngeren Kinder bleiben dann durch die Bild- und Tonreize zu aufgedreht. Eltern sollten zum Abschluss des Tages einen festen Ablauf schaffen, bei dem der Fernseher keine Rolle spielt. Das kann das Vorlesen, das Erzählen über die Erlebnisse des Tages oder eine Hörgeschichte sein. Kinder freuen sich auf solche Rituale und akzeptieren dann auch leichter, dass der Fernseher ausgeschaltet wird.

Das komplette SCHAU HIN! Interview mit Gundula Gause können Sie hier nachlesen.

Kindgerechter Umgang mit dem Internet

Das Internet ist für uns als Eltern heutzutage das große Erziehungsthema. Denn aus unserer eigenen Kindheit wissen wir: ein Verbot bewirkt eher wenig. Im Gegenteil: die Neugierde steigt und die Bedeutung für das Kind nimmt zu.

Aber was wir selber nicht beachten, können wir auch unseren Kindern nicht vermitteln. Darum ist es uns wichtig uns über die besten Tipps und Hilfestellung für Eltern zu informieren. Denn nur Hinschauen und Erklären schult unsere Kinder im kindgerechten Umgang mit dem Internet.

Unsere wichtigsten Regeln, nicht nur für Kinder:

1. Erklären Sie, dass es Inhalte gibt, die nicht für Kinder sind.
2. Setzen Sie eindeutige Regeln und erklären sie diese ihrem Kind.
3. Benutzen Sie immer eine Filtersoftware auf dem Computer.
4. Geben Sie niemals echte Namen, Adressen oder Daten an.
5. Vor Download und Bestellungen Rückfrage an die Eltern, ob das ok ist.

Weitere Antworten für Eltern zur Nutzung des Internets finden Sie hier:

Erreichbarkeit und Kosten

Eltern sollten ihren Kindern für das erste Handy Nutzung und Kosten des Telefons verständlich erklären. Die allgemeine pädagogische Empfehlung lautet: nicht vor dem neunten Geburtstag.

Um bei den Kosten nicht eine böse Überraschung zu erleben und in die „Kostenfalle“ zu tappen, sollten Eltern entweder zu einem Prepaid-Vertrag greifen oder einen Festvertrag mit Kostenlimit wählen. Und auch dann ist natürlich wichtig, dass Eltern ihren Kindern erklären, dass sie nicht wegen jeder Kleinigkeit telefonieren oder simsen müssen – Stichwort Kosten im Griff behalten.

Unsere wichtigsten Regeln, nicht nur für Kinder:

1. Ein Handy ist zum Telefonieren da. Kaufen Sie ein einfaches Gerät.
2. Informieren Sie sich über die aktuellen Konditionen der Anbieter.
3. Sperren Sie kostenpflichtige Nummern im Handy.
4. Machen Sie das Telefonguthaben zu einem Teil des Taschengeldes.
5. Legen Sie Regeln fest, wann telefoniert werden darf und wann nicht.

Weitere Antworten auf die Fragen der Eltern zum Thema Handy finden sich:

Der Inhalt und die Dauer zählt

Die Anzahl und Beliebtheit von Online Games hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Aber nicht jedes Spiel ist für unsere Kinder geeignet. Manche Spiele haben ungeeignete Inhalte und bei anderen lauern versteckte Kostenfallen. Eltern sind gut beraten ihren Kindern einen kindgerechten Umgang mit den zahlreichen Spieleangeboten beibringen.

Spiele können sehr unterhaltend sein und das analytische Denken fördern. Aber auch hier gilt, wie bei fast allem, die Dosis ist entscheidend. Eltern müssen klare Spiel-Regeln einführen, die festlegen wie lange ein Kind pro Tag spielen darf und welche Genres den jeweiligen Altersstufen entsprechen.

Unsere wichtigsten Regeln, nicht nur für Kinder:

1. Stellen Sie klare und nachvollziehbare Regeln auf.
2. Fällen Sie keine Pauschalverbote. Schauen Sie sich die Spiele an.
3. Beobachten Sie, ob Verhaltensänderungen auftreten.
4. Sorgen Sie für Freizeitbeschäftigung abseits des Computers.
5. Nutzen Sie Internetfilter und Firewalls.

Weitere Antworten auf die Fragen der Eltern zu Compuerspielen finden sich:

Bewusster Fernsehen!

Fast jeder schaut gern Fernsehen. Aber nicht jede Sendung ist für Kinder geeignet. Und selbst die beste Kindersendung sollte zeitlich nicht unbegrenzt laufen.

Und weil Eltern nicht immer gemeinsam mit ihren Kindern schauen können, sollten Eltern den sinnvollen Umgang mit dem Fernsehen ihren Kindern beibringen. Was Kinder sehen, muss den Eltern nicht immer gefallen, aber es sollte immer kindgerecht sein.

Unsere wichtigsten Regeln, nicht nur für Kinder:

1. Stellen Sie klare und nachvollziehbare Regeln auf.
2. Seien Sie Vorbild und lassen sie den Fernseher nicht nebenbei laufen.
3. Sprechen Sie mit den Eltern der befreundeten Kinder.
4. Erklären Sie, warum z.B. Gewaltdarstellungen ungeeignet sind.
5. Genießen Sie regelmäßig gemeinsame TV-Abende.

Weitere Antworten auf die Fragen der Eltern zum Fernsehkonsum finden sich:

News

Gewinner der GOLDENEN SPATZEN 2012

Letzten Freitag war es wieder soweit: In Erfurt wurde auf dem Deutschen Kinder-Medien-Festival die Auszeichnung GOLDENER SPATZ an die besten Beiträge aus Kino, TV und Onlineangeboten verliehen. SCHAU HIN! präsentiert die Gewinner.

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Eltern fragen - SCHAU HIN! gibt Tipps

TV-Spot Elternfragen

Elternfragen zu Kinder und Medien

Wenn Eltern im Alltag Entscheidungen zur Medienerziehung ihrer Kinder treffen müssen, sind sie häufig verunsichert. SCHAU HIN! zeigt, welche konkreten Fragen Eltern haben, welche Lösungen sie finden und gibt Tipps, was sie beachten sollten.


Tägliche TV-Tipps für Eltern

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Bambi

Do., 17.05.2012 | 08:15 Uhr | SAT.1

Bambi 2 - Der Herr der Wälder

Do., 17.05.2012 | 09:30 Uhr | SAT.1

Hände weg von Mississippi

Do., 17.05.2012 | 09:45 Uhr | ZDF

Mariken

Do., 17.05.2012 | 10:00 Uhr | MDR

Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen

Do., 17.05.2012 | 13:15 Uhr | BR

Die rätselhafte Botschaft der Katze Titanic

Fr., 18.05.2012 | 10:10 Uhr | MDR

Prinzessin Lillifee

Fr., 18.05.2012 | 10:50 Uhr | KiKA

Der kleine Ritter Trenk

Fr., 18.05.2012 | 18:15 Uhr | KiKA